Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 309
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EINE NEUE BERGWERKSURKUNDE AUS ATHEN

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XapaSpai, paxxog Xocpoq. pa/ia • uxdg :rt£XQc68T]g alyiaXög u. a. Vgl.
auch das auf einer kretischen Inschrift vorkommende gä%oq
(Ziehen, Leges graec. sacr. Nr. 1 53) == Qfjx°g (Herod.) = piixpa
£uXa, xTicovia, gleichbedeutend mit dem aus attischen Inschrif-
ten bekannten xonpog (IG. II 841; zuletzt darüber Ziehen
Nr. 34). Über gaydq siehe L. Meyer, Griech. Etym. IV 465.

Hinsichtlich der Endung darf unser ePayc6v m. E. nicht
zu den Wörtern gestellt werden, wo das cov eine Menge, einen
Reichtum bezeichnet (wie Mapahcov u. dgl.), sondern zu an-
deren Wörtern, wie Bpanpoov.

Z. 21. CH oSög fj . . . . grd AauQEov cpEpouaa xai rö 2r|gd-
XEiov=xo 2r|pi. xai f) 686q f| sju A. cp. Das 2r]pdx£iov war jeden-
falls das Heiligtum des Heros Eponymos des Demos Sema-
chidai, das hier zum ersten Mal erwähnt wird. Wie wir aus
Steph. Byz. erfahren, gehörte dieser Demos zur Phyle Antio-
cliis: wie Philochoros berichtet, bildete er einen Teil der
Epakria. 2r][xaxi8ai, Sfjpog ’Axxixrjg änö 2r)pidxo,u) <f) xai xalg
üuyax()dGiv £jt£^£vo68t| Aiövnaog, acp’ mv al i£Q£iai antoa. 6'axi 86
xrjg Wvuo'/iSog cpnXfjg • <I>Aöxo()og 86 xfjg ’EixaxQiag q>r]oiv xov örj-
pov. 6 Srpioxrig 2r]piaxi8T]g. Ortsbezeichnungen sind: ex Erpia-
Xi8cov, ev 2., £ig 2. Vgl. Töpffer, Att. Genealogie 292. Von den
Gelehrten, die sich mit den alten attischen Deinen beschäf-
tigt haben, setzt Milclihöfer (Demenordnung des Kleisthe-
nes 37) den Demos Semachidai in die Nähe des alten Aphidna
(heute KaVvxG), dagegen Löper, AM. XVII 1 892, 423 f. an den
südlichen Abhang des Hymettos. Ich glaube, dass wir uns auf
Grund unserer Inschrift für eine südlichere Ansetzung dieses
Demos entscheiden dürfen, da das Bergwerk, von dem das 2rp
paxEiov südlich lag, sich in der Nähe von Laurion befand (Z. 20).

Z. 22. "AöitExog. Ein Aspetos, der einzige, der unter die-
sem Namen in der attischen Prosopograpliie (Kirchner I 26
38; IG. II 117. 198) bekannt ist, war ypappiaxeug xfjg ßoxArjg im
Jahre 340/339. KA.£o6vupog ^doxagong WcpiSv(aiog). Aus dem
Verzeichnis IG. II 944 (etwa 325 v. Chr.) ist ein Ktacorupog
<E>iAomSo'u 3Acpi8vaiog bekannt, der wahrscheinlich ein Vetter
des unsrigen ist. Danach waren Philochares und Philonides
die Söhne eines sonst unbekannten Kleonymos, dessen Na-
men die Enkel erhielten.
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