Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 319
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EINE NEUE BERGWERKSURKUNDE AUS ATHEN

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die Annahme, dass 'Yipix^ü? von einem Stammwort "YW-xog
gebildet sei, wo das i-xog blosse Endung wäre, wie in Stgopß-
i-Xog, "Ohuf-ui-i-xog usw.

Z. 38. ’EjnxQdr^q ’looxpjarojug EßjoovJvpieiig)]. Vielleicht der
bei Kirchner 4891 = IG. II suppl. 1 233 b genannte A.apjtaöii-
rpÖQog (350-300 v. Chr.). Sein Vater Isokrates ist anderweitig
nicht bekannt.

Z. 40. ’ESacpi} AicpKo'u rTiil(sü)g). Ein Aicpdog fDeibmjtou ILüeüg
kommt auf Inschriften häufig vor als Trierarch zwischen 334
und 323 v. Chr. (Kirchner 4485).

Z. 41. Td Kspxecov söacpi]. Auch das Ethnikon KeQxeüg ler-
nen wir hier zum ersten Mal kennen. Der Ort liiess vielleicht
Kspxog oder Kepxr] (vgl. bei Hesycli xepxor dxQig). Eine Stadt
Kegxdg erwähnt Suidas s. v. ’AxouaiXaog, als in der Nähe von
Aulis gelegen. Vollgraff, BCH. 1909,184 weist den Irrtum des
Suidas bezüglich des Akusilaos nach, der nicht aus der böo-
tischen Stadt stammte, sondern zu den in Argos ansässigen
Kerkaden gehörte, welche eine daselbst veröffentlichte neue
Inschrift aus Argos erwähnt. Von derselben Wurzel sind auch
die Namen KeQxeteüg, Berg auf Samos, Kepxeuov und Kgpxe-
rfjoiov Berg in Thessalien (Fick, Vorgriech. Ortsn. 55). Ver-
wandt scheinen auch die von Suidas angeführten KeQxdocoQog
ovopia JtoXecog (siehe Herod. II 15 und anderswo); KsQxöAupcr
ovopa toxod. Ein K£Qxacpi8i]q begegnet in der Anthologie VIII
353. 362 Jacobs. KsQxaqnöai =CP68ioi, womit man die Glosse
des Hesycli xeQxacpor eyyiji] vergleiche. Ein gewisser KeQxiftaq
war Gesetzgeber des arkadischen Megalopolis, zugleich auch
ein melischer Dichter. Verschiedene KeQxiöai unterscheidet
F. Leo, Hermes 1906, 444; genauer behandelt diese Frage
W. Croenert, Rh. Mus. 1907, 311 Ich habe bereits die Kerka-
den in Argos erwähnt, die man nicht mit dem böotischen
Kegxdq in Beziehung zu bringen braucht, wie es andererseits
ganz willkürlich ist, die Existenz einer böotischen Stadt die-
ses Namens blos aus dem Grunde zu läugnen, weil sie von
niemand anders ausser Suidas erwähnt wird (Vollgraff, BCH.
1909, 196).

Zu dieser Gruppe gehört nicht die Insel Kepxripa, die in
älterer Zeit Koqxdq« genannt wurde, und ebenso wie ihre
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