Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 328
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ST. A. XANTHUDIDES

Auf der ersten hat die sitzende Frau aus dem Korbe schon
eine Flocke entnommen und breitet sie allmälig auf ihren
Knien aus. Dasselbe wird sie mit weiteren Flocken tun, bis
Wolle genug aufgehäuft ist; dieses Quantum ([Fa tiAiljid ge-
nannt, von nAiaoco winden) windet sie dann um den Rocken
(Abb. 4) und beginnt zu spinnen (Abb. 5). Genau dem antiken

Abb. 3. Aufhäufen der Wolle.

Epinetron entsprechend, hält unsere Alte auf den Knien einen
niedrigen hölzernen Schemel; indessen wird dieser heutzutage
in Kreta wenig mehr gebraucht, und die Wolle meist einfach
auf den Knien ausgebreitet. So habe ich es seit meiner Kind-
heit unzählige Male gesehen, und ich zweifle nicht, dass ge-
nau so auch im Altertum unsere Thongeräte benützt wurden.
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