Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 334
DOI Heft: 10.11588/diglit.29170.17
DOI Artikel: 10.11588/diglit.29170.21
DOI Seite: 10.11588/diglit.29170#0346
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/am1910/0346
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
0.5
1 cm
facsimile
334

ST. A. XANTHUDIDES

das gerundete Ende, im Kern der äusseren Spiralen sind zwei
Löcher zum Aufhängen gebohrt.

Auch einen berliner Onos aus Rhodos, Arch. Jahrb. I 1531,
darf man jetzt spätmykenisch nennen; aber leider sind diese
wichtigen Exemplare ganz vereinzelt: zu den um 6-7 Jahr-
hunderte jüngeren
attischen Epinetra
führt keine Brücke.
Doch wird man jetzt
nicht mehr von ei-
ner späten attischen
Erfindung sprechen
dürfen.

Unsere Erklä-
rung der Epinesis
aus dem heutigen
Brauche aber lehrt
wieder einmal, wie
unerlässlich es ist,
bei Erforschung des
antikenLebens auch
auf die entsprechen-
den Sitten der mo-
dernen Nachkom-

men sorgsam zu
achten. Man darf
hoffen, in diesen oft
Abb. 7. Epinetron aus Rhodos. den Schlüssel ZU

finden zur Lösung

vieler schwieriger Probleme der Vorzeit. Es ist nicht unwahr-
scheinlich, dass bei näherem Zusehen in Griechenland und
im Orient ähnliche Geräte gefunden werden wie der kreti-
sche Holzschemel, der als Epinetron dient, und den ich auch
erst nach längerem Nachforschen constatiert habe.

Candia. Stephanos A. Xanthudides.

Mit dem oben S. 332 nicht identisch und von Frl. Läng übersehen,
loading ...