Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 357
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DIE ARBEITEN ZU PERGAMON 1908-1909

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liehen Abschluss des Vorhofes bildete in römischer Zeit eine
starke, mit Kalkmörtel gebaute Mauer MN, die an ihrem
östlichen Ende schräg abgeschnitten ist. Ob diese schräge
Linie, die der Richtung des Tores E parallel läuft, durch
einen zu diesem Tore führenden Weg oder durch eine Fort-
setzung der Mauer nach Süden veranlasst ist, lässt sich vor-
läufig nicht entscheiden. In griechischer Zeit scheint hier
überhaupt keine Mauer als Abschluss des Vorhofes bestanden
zu haben. Der Platz, wo jetzt die Opfergrube liegt, muss da-
mals beträchtlich tiefer gelegen haben. Das ergibt sich aus
der Existenz eines Fensters in der Ostmauer des Unterge-
schosses der Südstoa, das in römischer Zeit unter dem Fuss-
boden des Vorhofes lag und daher zugemauert worden war.

Steigt man auf der fünfstufigen Freitreppe zu dem höhe-
ren Teile des Vorhofes hinauf, so hat man zur Linken eine
Nebentür (4) des Demeter-Bezirks, die ins Innere der Südhalle
führt, während rechts eine Treppe (F), von der 7 Stufen noch
erhalten sind, zu dem Platze hinter dem Brunnen und dann
weiter zur Oberstadt ansteigt.

b. Das Propylon der Demeter. Verhältnismässig
gut erhalten fanden
wir das Torgebäude
(T) zu dem heiligen
Bezirk der Deme-
ter, ein zweisäuliges
Propylon mit Vor-
halle und Hinter-
halle. Auf dem Sty-
lobat der Vorhalle
stand, wie der neben-
stehende Grundriss
zeigt, noch eine Säu-
le zum Teil aufrecht
und konnte ebenso

wie die zweite Säule ^4,)-,, 4 Propylon des Demeter-Bezirks. Grundriss,
aus den herumlie-
genden Trommeln und Capitellen ganz wieder aufgerichtet
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