Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 393
DOI Heft: 10.11588/diglit.29170.17
DOI Artikel: 10.11588/diglit.29170.25
DOI Seite: 10.11588/diglit.29170#0405
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/am1910/0405
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
0.5
1 cm
facsimile
DIE ARBEITEN ZU PERGAMON 1 908 - 1 909

393

dass wir leichten Herzens den Spaten aus der Hand legen
und auf eine weitere Untersuchung verzichten könnten. Falls
die Hölzer des Stollens noch nicht verfault sind, und falls die
Fortsetzung der Stollen-Arbeit ohne Lebensgefahr für die
Arbeiter möglich sein wird, wollen wir im Herbste 1910
die Grabung fortsetzen und den in Abbildung 9 punktierten
Querstollen anlegen, damit wenigstens der Kernhügel selbst
ganz untersucht ist. Wir gehen dabei von der Voraussetzung
aus, dass die grössere Wahrscheinlichkeir für die Lage des
Grabes innerhalb des Kernhügels spricht. Sollte dort nichts
gefunden werden, so wollen wir die Arbeit einstellen. Denn
in dem grossen äusseren Hügel durch neue Stollen oder
Brunnen nach dem Grabe zu suchen, scheint uns zu aus-
sich tlos, als dass wir für eine solche Arbeit noch Geld und
Mühe verwenden dürften.

6. EINIGE ORTE DER LANDSCHAFT.

Während der beiden Campagnen 1908 und 1909 haben
wir uns nicht auf die Arbeiten in der Stadt Pergamon be-
schränkt, sondern auch einige andere antiken Ruinenstätten
der Umgegend untersucht und uns mit der Geographie der
Landschaft beschäftigt. Eine besondere Veranlassung dazu
bot der von A. Conze bearbeitete und seinem Abschluss nahe
erste Band des grossen Pergamon-Werkes, der neben der
Geschichte und Topographie der Stadt auch die ganze Land-
schaft behandelt. Für die von O. Berlett aufgenommene
Karte und die von C. Schuchhadt behandelte Geographie
der Landschaft waren einzelne kleine locale Untersuchun-
gen notwendig, die von Mitgliedern unserer Expedition und
von den Stipendiaten des Deutschen Archäologischen Insti-
tuts ausgeführt worden sind.

a. Eine Aufnahme und Untersuchung der antiken
Ruinenstätte bei dem Dorfe Güselhissar, zwischen den
antiken Städten Larissa, Aigai und Myrina gelegen, wurde
von P. Schazmann, H. Hepding und P. Sursos im September

ATHENISCHE MITTEILUNGEN XXXV

26
loading ...