Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 413
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DIE ARBEITEN ZU PERGAMON 1908-1909

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Nr. 3 Z. 1 3 lesen: ev 6[Ä.]xeioig öexa sÄaCo-u fipcopaTiopevou (von
dem x in oAxeioig glaube ich die Reste auf dem Abklatsch
deutlich zu erkennen), und wir dürfen vielleicht vermuten,
dass das I nach oAxsioig in unserer Inschrift auch das Zahl-
zeichen für 8exa ist. Auch in OGI. 764 Z. 4 ff. wird von Dio-
dor gerühmt, dass er das ganze Jahr hindurch den aXeupö-
[.levoi sv rep Jtavpyppixü) yupvaaico das Öl stiftete.

Das AM. XXXII 1907, 266 unter d veröffentlichte Frag-
ment der Säule gehört zum Anfang von Col. II, den wir un-
ter Heranziehung eines Bruchstücks von der Originalaus-
fertigung dieser Urkunde (s. unten Nr. 5 a) nun so ergänzen:

EiöaYY]eAdvT[cov tröv axQaxr)YÖöv' sjxgi Aioöcdqoc 'HqcoiSov 6 8ia yevov? leQeüg
toxi Aio]g Tod [xeYÜötov] xai dQXl8QeG [s^x Jtavti 8iaxe?iei edxQ)]OTOV saijov xapexo-
p,evog xjai xöv ße[A,xi]a[x]ov xqojxov aei xivog aYcdtoü Y£üexai tf) jxax(n8i
ixagaixiog] {meQx[i'ö]eig fxsv eaxöv tfj jxpög xd xoiva ojxoi>8xii xai cpAoxi(.uai

Z. 1 und 2: In derselben Weise ist der Name ndorcapog
weggelassen AM. XXXII 1907, 246 Nr. 4 Z. 30, wo auch ge-
nau wie hier seine Priesterwürden in der von der sonst übli-
chen abweichenden Reihenfolge gegeben werden. — In Z. 4
ist das Activum rmeptixfeig auffallend, aber die Lesung scheint
mir ziemlich sicher; vgl. OGI. 339, 61: piteffideto soauöv talg te
Sajtdvaig xai tfh Xcmtrji qpdo8o|iai. Im Folgenden (Z. 5) ist viel-
leicht zu lesen: xai] tö to[p] Jiavtög eSdcpoag.

5. Drei Bruchstücke weissen Marmors, die zu dem Origi-
nalexemplar des ersten Ehrendecrets für Aiö8ü)pog 'Hqcoiöou
ndarcapog auf Columne II der AM. XXXII 1907, 257 ff. Nr. 8
veröffentlichten Säule gehören: a) AM. XXXI11907,344 Nr. 88,
gefunden 1904 im Gynmasion der veoi. Rings gebrochen,

H. 0,106, Br. 0,14, D. 0,02; BH. 0,015-0,016, ZH. 0,018-0,02.
Ritzlinien begrenzen oben und unten die Zeilen, Reste der
roten Ausmalung der Buchstaben sind noch erhalten, b) Ge-
funden 1908 in den Ostthermen; ein Stück der mit dem Zahn-
eisen bearbeiteten r. Seite erhalten, sonst rings gebrochen.

H. 0,114, Br. 0,217, D. 0,122; BH. 0,013-0,014, ZH. 0,01 8 -0,02.
c) Gefunden 1908 im Saal 3 der Ostthermen, durch Feuer
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