Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 454
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H. HEPDING-.

II. DIE INSCHRIFTEN

38. Altar aus weissem Marmor, oben und unten mit rings
umlaufenden Profilen, die aber später an den Seiten abgear-
beitet worden sind; oben abgebrochen. Gefunden 1909 im
Demeter-Keller. H. 0,76, Br. unten am Profil 0,37, oben 0,34,
D. unten 0,34. Inschriftfl. 0,48 h., 0,33 br. BH. 0,022, ZH. 0,045-
0,046. Formen: H und I-IOY und ¥4>V und Q. Phot. 1 757.

Tüh> riarömcöi
röv ßcopöv

M> Auq> Mi'jvoyevpg

6 leQocpavtrii;

5 xai JtQutavig.

Z. 3: MHN in Ligatur; in Z. 4 auf dem ö der Spiri-
tus asper wie oben S. 452 Nr. 35 — Z. 4: Der Stifter des
Altars ist uns durch zwei weitere Inschriften bekannt: un-
ten S. 476 Nr. 63, wo er als guair]«;, und oben S. 452 Nr. 35,
wo er als ieQoqpavti]i; bezeichnet ist. Inzwischen ist er auch
ftQuiomg geworden.

Wie anderwärts, so finden sich auch in Pergamon schon
seit der Königszeit öfter Altäre, die üeoic; jtcxoi (xal jiaaau;) ge-
widmet sind (I. v. P. 131; AM. XXIV 1 899, 168 Nr. 5. XXVII
1902,93 Nr. 81 und 82; vgl. Usener, Götternamen 344 ff.;
Brückner, Arch. Anzeiger XVII 1902, 20), und einer der
Monate hat nach einem Fest aller Götter den Namen Ildv-
öeioi; (Usener, a. a. O. 179). Die Inschriften in Epidauros IG.
IV, 1037: Bcopöv IlavüeiüH tepeix; iSguaaio Aaog und 1038:
cIeQoxÄfjs ’AcpQoöeioiou legeüi; toü HoorfjQO^ ’Aaxkqjuo'ü nomdeicp
xaV övaQ werden vom Herausgeber, der darin Usener (a. a. O.
347) folgt, mit Recht gegen Blinkenberg (AM. XXIV 1899,
388) als Weihungen an den Allgott Pantheus bezeichnet,
der uns besonders aus römischen Inschriften bekannt ist,
weil in der prosaischen Inschrift der Artikel bei dem Wort
fehlt. LTnser Altar dagegen ist tcöi IlavöeLCOi = ffeoig Jidoi
geweiht. In dieser Bedeutung kommt tö Jtavüsiov hier wohl
zum ersten Mal vor.

39. Altar aus weissem Marmor, gefunden 1909 über
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