Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 462
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H. HEPDING.

II. DIE INSCHRIFTEN

tragen Reste der Weihinschrift, in zwei Zeilen auf die bei-
den Fascien verteilt, deren obere etwas concav ist: a) 1., r.
und hinten gebrochen; H. 0,10, Br. 0,31, D. 0,49. b) 1., r. und
hinten gebrochen, r. ist ein Stück der Eckverkröpfung er-
halten. BH. in Z. 1 : 0,009, in Z. 2: 0,01. Formen: Ä©(j).
Phot. 1 753.

Aijovüaooi Kaü^yepÖA'i [— — töv xjparrjpa xai töv ßoojiöv

Kapaoqpöpog x[ai — — ] a v e ü i] x a v.

Über den Kult des Aiövuaog KaOriyeiacov in Pergamon
s. H. v. Prott, AM. XXVII 1902,1 61 ff., sowie AM. XXXIV 1909,
333 Anm. 2; vgl. auch die von J. Keil und A. v. Premerstein
veröffentlichte, interessante Inschrift aus Philadelpheia, Denk-
schr. der Wiener Akad., phil.-hist. CI. 53 II 1908, 28 Nr. 42:
es ist in der Tat sehr wahrscheinlich, dass der dortige
Mystenverein des Dionysos Kathegemon ein Ableger des
pergamenischen Kultes war.—Der Eigenname Kapjtocpöpog ist
schon mehrmals in Pergamon belegt: I. v. P. 297: ’IoüÄ. Kap-
jrocpöpog weiht aütoTai aruÄoig JtpöjnAov Bpopi[co] IlaxopiTcov,
ferner 571 und AM. XXIV 1899, 184 Nr. 40.

Der ßcopög ist hier ein Altartisch, der in der Regel tpa-
ae^a genannt wird (Belege gibt Dittenberger, OGI. 456 n. 8;
Frankel zu I. v. P. 251 Z. 15), doch 'werden selbst metallene
Opfertische gelegentlich als ßoopoi bezeichnet’ (Reisch bei
Pauly-Wissowa I 1676). Zu der Gestalt mag man I. v. P. 68
vergleichen, weiteres gibt De Ridder bei Daremberg-Saglio,
Dict. d. ant. s. v. Mensa III 2,1 720 ff.; die nächste Parallele
zu unserer Inschrift ist eine Weihung aus Limnobria bei
W. M. Ramsay, Cities a. Bishoprics of Phrygia I 1,338 Nr.183:
Tdiog IIoujuTaog Oücöi[r]]g ejtoir|aev ’AjtöMom apoaxuvr]-

tf]pa xcu Tp[a]jte£av xai xpatf)p(a) avga[ti]aev]; vgl. auch Syll.2
734 Z. 120 f.

c. Weihungen an Kaiser.

44. Kleiner Altar aus weissem Marmor, gefunden 1908
westlich vom oberen Gymnasion-Tempel; bis auf einen schma-
len Randbeschlag 1., r., unten und oben rauh; hinten unbear-
beitet, nur 1. unten befindet sich eine kleine vertiefte und ge-
glättete Partie, Auf der Oberseite eine nach 1, hin nicht voll-
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