Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 465
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DIE ARBEITEN ZU PERGAMON 1908-1909

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menes’ I. durch seinen Adoptivvater Philetairos, so dass man
sie ohne weiteres für ein Gegenstück dazu halten wird; nur
das Material und die Form unserer Basis ist feiner. Die Statue
mit dieser Unterschrift wäre dann gleichsam ein offieielles
Document für die Adoption des Nachfolgers in der Herrschaft.

Die Schrift macht trotz der "quadratischen" Formen des
M und 2. die in Pergamon erst seit der 2. Hälfte des III. Jh.
belegt sind und auch da nur selten Vorkommen (s. C. Paepcke,
De Pergamenorum litteratura 12 u. 15), mit ihrem hochgezo-
genen N und dem kleinen O über der Zeile einen so vor-
züglichen Eindruck, dass ich darin kein Hindernis für die
Beziehung des Denkmals auf Eumenes I. sehe. Selbst bei der
Philetairos-Inschrift Jacobsthals halte ich die xAnnahme einer
Erneuerung der Weihung im II. Jahrhundert nicht für nötig,
so schlecht ist die Schrift gar nicht.

46. Auf der bekannten Inschrift I. v. P. 176 a (OGI. 290),
der Ehrung des Mr)voyevi]<; Mqvocpdviov durch die Makedonier
von Nakrasa, ist bisher übersehen worden, dass etwa 0,08
unterhalb der letzten Zeile in kleinerer Schrift der Künst-
ler seinen Namen eingemeisselt hat: BH. 0,01, ZH. 0,02.
Phot. 1 742.

D (J) 1 AO Y
POHIEN

Unter Heranziehung der Künstlerinschrift von I. v. P.
221 darf man vielleicht ergänzen:

"0 Sslva MipJorpiXou
negyapip'ög ejndqaer.

In Z. 3 ist wahrscheinlich mit Strack, Rh. Mus. LV 1900, 181
Anm. zu lesen aüvTpocpoA'] ßaoiÄeooi; Eupivou.

47. Rundbasis aus weissem Marmor, gefunden 1909 süd-
lich von der Mitte des Demeter-Tempels. Unten und oben
mit schönen Profilen umgeben; das obere ist stark beschä-
digt. H. 0,998, Durchm. oben 0,575. Oben eine fast bis zum
Rand reichende runde Einarbeitung zum Einlassen der Pliu-
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