Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 468
DOI Heft: 10.11588/diglit.29170.17
DOI Artikel: 10.11588/diglit.29170.26
DOI Seite: 10.11588/diglit.29170#0480
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/am1910/0480
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
0.5
1 cm
facsimile
468

H. HEPDING.

II. DIE INSCHRIFTEN

Dieser Xoqi]o? könnte sehr gut mit dem hier geehrten iden-
tisch sein. (Der Name kommt auch noch als Gymnasiasten-
Graffito auf der Inschrift AM. XXXIII 1908, 408 Nr. 38 vor).
Der Vater einer Athenapriesterin Xogeiog (vgl. auch Brit. Mus.
Catal. of Coins, Mysia 128 Nr. 143) in I. v. P. 490 könnte viel-
leicht der Vater unseres Xöqt]o<; sein. Über die Schreibung
r]o für £io s. Schweizer, Gramm, d. perg. Inschr. 55 f.

52. Grosse Marmorquader, gefunden 1908 im Raum 5
der Ostthermen, H. 0,25, Br. 0,61, D. 0,88. Auf der Vorderseite
unter der Inschrift ist ein 0,02 br. Streifen schräg nach hinten
abgearbeitet; 1. und unten rauh, r. mehrere flache Abmeisse-
lungen, sodass von der ursprünglichen Oberfläche nur am
oberen Rande ein 0,1 3 br. horizontaler und am hinteren Rande
ein 0,09 br. senkrechter Streifen erhalten sind; Obers, glatt,
1. vorn Klammerloch mit Bettung nach 1., etwas weiter hin-
ten Dübelloch mit Gusscanal nach vorn rechts; noch mehr
zurück r. von der Mittelachse ein grosses Dübel loch. BH. in
den beiden obersten Zeilen 0,02, dann 0,018, ZH. 0,03. Ritz-
linien begrenzen die Zeilen oben und unten, die Schrift ist
nachlässig, Formen: OKZ0O.

'0 8r}(l<N

KufgRov Amon yujiA'aaiaQ/fjaavra
öentegov xaVog xai cpiXo8o^ojg xai öevxu
io x£ Ttpanvöv xai io 8ei?avov aXeippa
5 £X TOP 1,5IOP 8b ÖA.OP TOP EViaPTOP
dQ£Tf)5 evex8v xai 8ixaiO0Pvr]<;
xai euvota«; Tfj? etc saurdv.

Der Geehrte kann identisch sein mit dem KaeoGoc, dem
Vater der Athenapriesterin Möoyiov, in I. v. P. 489, die der
Schrift nach ungefähr gleichzeitig ist, und in der auch tdiv
yoveoov tc[q]og röv Öfjuov eüvoia erwähnt wird. Nur die reichen
Familien kamen für die Gymnasiarchie wie für die Priester-
schaft der Athena wegen der mit diesen Ämtern verknüpften
Geldopfer in Betracht. Auch auf Cistophoren - Münzen aus
den Jahren 55 -53 v. Chr. erscheint ein Kapoüog als Münz-
beamter (vgl. H. von Fritze, Die Münzen von Pergamon 91);
loading ...