Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 490
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H. HEPDING.

II. DIE INSCHRIFTEN

1. in gelber, unten in blaugrüner Farbe, in dem freien Raum
dazwischen eine in roter Farbe aufgemalte Aufschrift. BH.
0,022, ZH. in der Widmung 0,032-0,03. Phot. 1 798 (auch 2089).
Formen: A6CUU8.

M

A P I
A

-fiucgQ exJX'H'S x[ai
5 GCOt^Qiag M(?)a[p>u-(?)
avou öiaxö[voD
ANYKHAMn

Es war also wohl ein Bild der Jungfrau Maria. Die For-
mel fursQ ei>xfj<; xai oa)rr]Qia<; kommt in christlichen Inschriften
häufig vor, vgl. CIG. 8861. 8864. Die letzte Zeile vermag ich
nicht zu deuten; vielleicht dvux(oSo[irjü)ri, aprj[v?

8. STEMPEL.

92. Dachziegel der späteren Form mit gelbem Überzug
gefunden 1908 in den Ostthermen; auf der Oberseite Stempel
mit erhabenen Buchstaben (BH. 0,014-0,012), vgl. AM. XXXIII
1908, 419 Nr. 68.

Xapjaxiavai

Die vielen Ziegelstempel aus den Thermen können ohne
genaue Abbildungen nicht veröffentlicht werden; vgl. übri-
gens die durch diesen Fund angeregten Bemerkungen über
die Deutung der Buchstaben auf diesen Stempeln, Arch.
Anz. XXIV 1909, 49 f.

93. Vollständiges Thonrohr, gefunden 1909 in den
Ostthermen (L. 0,445, Durchm. 0,165), das die beiden Stem-
pel AM. XXVII 1902,147 Nr. 219: M(ocqxo'u) TJßgfuov) TuAäop
und 217 (=1. v. P. 752): K(Xan8iop) Aioovo? unter einander trägt.
Auf einem nördlich vom oberen Gymnasion-Tempel 1908
gefundenen Bruchstück eines Thonrohrs ist der Stempel
MTITYAAOY zweimal eingedrückt.
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