Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 519
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DIE ARBEITEN ZU PERGAMON 1908-1909

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Anschlussfl., 1. Klammerlocli; Rückseite rauh; die 1. Seite ist
schräg nach r. hinten gerichtet und rauh. Die stark vorsprin-
gende weibliche komische Maske ist sehr beschädigt, nur das
in einem Wulst das Gesicht umrahmende Haar, von dem auf
jeder Seite vier gedrehte Lockensträhnen herabhängen, ist
noch zum Teil erhalten. Die Augenlöcher sind sehr tief.

Zahlreiche figürliche Terracotten wurden im Deme-
ter-Bezirk gefunden, besonders in dem schmalen Raum d auf
der Ostseite, s. oben S. 373 (die besten Stücke von dieser
FAndstelle sind auf der Phot. 1634 AB vereinigt), und in der
Nähe des grossen Altars (Phot. 1 779, 1 774 c). Am häufigsten
sind darunter Figuren betender Frauen in langem Ge-
wand und Mantel, der über den
Hinterkopf heraufgezogen ist, auf
runder oder vierseitiger Basis; es
sind mindestens acht verschiedene
Typen (vgl. dazu Winter, Die anti-
ken Terracotten II 57, 9; E. v.

Stern, Das Museum v. Odessa I
Taf. 2, 3; auch Anton Hehler, Mün-
chener archaeologische Studien
dem Andenken Furtwänglers ge-
widmet 1 34 ff.). Eine fast vollstän-
dig erhaltene Figur auf niedriger
runder Basis aus dem Raum d
(Phot. 1 634 B 2; 0,1 38 h., die weisse
Grundierung erhalten) erhebt bei-
de Unterarme, die Handflächen
nach vorn richtend, ebenso Phot.

1 773 B 4; die meisten Figuren da-
gegen erheben nur eine Hand,
während der andere Arm mehr
oder weniger gesenkt ist. Abb. 5
(Phot. 1 779 c; 0,16 h.) zeigt ein sol-
ches, südlich unterhalb des Altars
gefundenes Figürchen mit run- Abh. 5. Adorantin aus dem
der Basis. Es steht auf dem 1. Demeter-Bezirk.
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