Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen   [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 35.1910

Seite: 522
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H. HEPDING. III. DIE EINZELFUNDE

verwandt (Phot. 1640). Im Übrigen verweise ich auf meine
Ausführungen, AM. XXXII 1907,409 1 Das inzwischen er-
schienene Werk von Henry Wallis, Byzantine Ceramic Art
(London 1 907) konnte ich leider von keiner Bibliothek erhal-
ten.— Auch eine kleine christliche Ampulle (Phot. 1732;
0,038 h., wie Nr. 5817 der byzantinisch-christlichen Abteilung
des Athenischen Nationalmuseums) wurde in der Nähe des
Demeter-Tempels gefunden (vgl. über die Ampullen AM.
XXXII 1907, 41 1 und dazu noch O. M. Dalton, Catal. of earlv
Christian Antiquities in the Brit. Mus. 158 1).

Von den vielen Fundstücken aus Eisen nenne ich nur
einen gut erhaltenen Dolch (Phot. 1635 A; 0,38 1.), mit vielen
kleinen Bronzestiften zur Befestigung der Verkleidung des
Griffs aus Holz oder Bein, und eine vierzinkige Harpune
(0,186 1.), zum Aufsetzen auf einen hölzernen Stiel eingerich-
tet (vgl. Oesterr. Jahresh. XII 1909, Beibl. 58; Zeitschr. 1
Ethnol. XXXVII 1905, 445 ff.). — Unter den Bronzefun-
den sind hervorzuheben die vielen verschieden gestalteten
Glöckchen und Schellchen (Phot. 1 635 B), eine Omphalos-
schale (0,20 Durehm.), eine kleine Henkelkanne (0,20 h.) und
ein grosser plumper Krug (0,29 h.) ähnlich wie AM. XXIX
1904, 199 Abb. 30 (Phot. 1648 a-c), eine Messerklinge, auf bei-
den Seiten mit Rankenornament und einem iWler am Ende
verziert (Phot. 1 776 a; 0,1 19 1), Parierstangen für Dolche, der
Deckel eines kleinen Gefässes mit Ausguss, oben mit einem
einst vergoldeten kleinen Delphin geschmückt, Netz- oder
Filetnadeln, ein Fingerhut, eine Fibel des Aueissa-Typus (s
Der obergerm. - rät. Limes XXXII 70 Nr. 9, mir von Bar-
thel nachgewiesen; vgl. auch Brizio, Ausonia III 1908, 50),
byzantinische Fibeln und Schnallen, Fingerring mit einge-
ritzten Ähren, Ringschlüssel, Kreuz zum Anhängen, Pfeilspitze
(Phot. 1 734 und 1 776 c); ferner ein dreifiissiger byzantinischer
Leuchter mit langem Dorn für eine Kerze. Dabei kann ich zu
AM. XXXII 1 907, 405 nachtragen, dass es sich bei den dreifüs-
sigen, sechs-, bezw. achtseitigen Bronzegefässchen um byzanti-
nische Rauchfässer handelt; ein drittes sechsseitiges wurde
noch 1906 im oberen Gymnasion gefunden: sie sind jetzt ab-
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