Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 1.1820

Seite: III
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V o r b e r i ch t.

Daß wir zu einer Zeit, wo die fast ins Unendliche fort-
schreitende Vervielfältigung der Zeitschriften und periodisch
erscheinenden Sammlungen für jedes Fach der Wissenschaft
und Kunst schon so viele und gegründete Klagen über Zer-
splitterung der Kräfte und der Zeit erregt hat, dem schwellen-
den Sandhügel unserer Literatur — denn Sand, nicht festes
Steinwerk nennt man das ganze Iournalwesen — auch noch
ein Sandkorn zufügen und für die bildliche Alterthumskunde
eine besondere Sammlung unternehmen, scheint doch weder
der Zeit, in welcher wir uns dazu entschlossen, noch dem
Ort, von woher wir diese Unternehmung wagten, ganz un-
angemessen zu seyn. Das Studium der Archäologie oder
bildlichen Alterthumskunde hat unter uns noch nie so viele
Beförderer, Kenner und Liebhaber gezählt. In drei Haupt-
städten des deutschen Völkervcreins begünstigen die Regenten
und die ihnen zunächst stehn den Theil der Alterthumskunde,
welcher an alten Bildwerken ihre Fackel zündet, auf eine sehr
ausgezeichnete Weise dadurch, daß sie die schon vorhandenen
Sammlungen antiker Kunstgegenstände nicht nur durch neue
Erwerbungen bedeutend vermehren, sondern auch zum Theil
für eine würdige Aufbewahrung derselben neue Kunsttempel
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