Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 1.1820

Seite: VI
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Vorbericht.

wurde, auch für die kaiserliche Antikensammlung in Wien
aufgethan hat. Wie sehr der mit diesen Untersuchungen be-
auftragte jetzige Director dieses Museums Hr. Steinbü-
chel geeignet war, ein so ermunterndes Zutrauen unter den
-Augen seines huldreichen Monarchen an Ort und Stelle selbst
zu erfüllen, beweißt die mit Einsicht und Kennerschaft abge-
faßte Reiseskizze desselben, welche zunächst für die Wiener
Jahrbücher der Literatur bestimmt *), uns Bürge
ist, daß die auf nicht gemeine Ergebnisse für die Alrerthums-
kunde rechnende Erwartung einst, wenn erst mehr Nachgra-
bungen und Untersuchungen angestellt worden sind, nicht ge-
tauscht werden wird. — Der schon so oft und so laut aus-
gesprochene Wunsch, daß was vor hundert Jahren schon
Lorenz B eger mit seinem thesauius Branclenburgicus
beabsichtigte, endlich einmal in einem weit größer» Umfang
und nach den erweiterten Ansichten unserer Zeit ausgeführt
und so ein königliches Antiken-Museum in Berlin gestiftet
werden möge, wird in kurzem — das dürfen wir mit Zuver-
sicht hoffen — in wohlberechneter und schön geordneter Vollen-

*) Sie ist daran6 zur Mittheilung an Freunde besonders abgedruckk
worden mit der Ueberschrüft: Dalmatien, eine Reisekizze
(Wien, Gerold 1820.) zo S. und 2 Steindrucktafeln. Hr. Director
Steinbüchel erwirbt sich durch diese inhaltreiche Skizze ein viel-
faches Verdienst. Sic ist mit rzo griechischen und lateinischen In-
schriften «usgestattet. Das in Steindruck mitgetheilte Oieltef zeigt
durch den Gegensatz desselben Marmors, wie ihn Cassas stechen ließ,
wie leichtsinnig der Franzos diesen merkwürdigen Vermahlungsact der
Tochter des Dioclerian mit dem Casar Galerius behandelte. — Was
dürfen wir nicht noch alles aus dieser Quelle erwarten?
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