Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 1.1820

Seite: XII
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xii Vorbericht.

Frankfurter, des Hrn. Rüppel, der lang in der Levante war,
schuldig ist. Wir haben Hoffnung, davon in einem folgen-
den Theile dieser Sammlung durch die Güte des gelehrten
Aufsehers, des Hrn. Directors Matthia eine noch aus-
führlichere Nachricht zu erhalten, als er schon in einigen
Programmen davon gegeben hat. Hoffentlich können wir
auch in der Folge von den Sammlungen des kunsiliebenden
Fürstenhauses von Neuwied und von den Schätzen des regie-
renden Hrn. Grafen Franz zu Erbach, aus welchen
uns Cr e uz er schon so viel Treffliches mitgetheilt hat, mit
genauerer Sachkenntniß sprechen; aber auch sie sind durch die
Gemeinnützigkeit, die man ihnen neuerlich zu geben gesucht
hat, ein sehr angenehmer Beleg von dem wachsenden Eifer,
womit das Studium der Antiken jetzt von allen Seiten her
unter uns gefördert und gepflegt wird. Selbst das, was
Büsching und Kruse in Breslau, so wie die neugestiftete
Alterthumsgesellschaft in Naumburg an der Saale thecks schon
unternommen, theils angekündigt haben, dient in einiger Be-
ziehung zum Erweis unserer Behauptung. Sollte nun eine
so vorherrschende Neigung für alterthümliche Untersuchung
und Zusammenstellung nicht für einen Fingerzeig gelten können,
daß ein der deutsamsten d. h. classischen Alterthumskunde für
Werke der Bildnerei gewidmetes und periodisch erscheinendes
Werk in unserem literarischen Treiben und Thun gerade jetzt
an der Tagesordnung sey?

Aber auch der Ort, von wo aus dieses Werk unternom-
men wird, dürfte vielleicht nicht der unschicklichste in Deutsch-
land seyn. Dresden hat sich hierzu ein altes, nun schon
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