Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 1.1820

Seite: XVI
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XVI

Vorbericht.

Auguste, wo er lebte, als er dieß Journal herausgab, und
vor allen seine eigene Gelehrsamkeit, Belesenheit und Sach-
kunde geben dieser Zeitschrift einen entschiedenen Vorzug vor
vielen ähnlichen Unternehmungen. Es wäre wahrer Verlust
für die Wissenschaft, wenn es mit dem dritten Heft, welches
i8i8 erschien, auf immer geschlossen seyn sollte. Die
Sammlung, welche wir hier unternehmen, kann aber sehr
gut neben der Welckerschen Zeitschrift bestehn, da ihr Plan
ganz allein auf Herausgabe und Erläuterung alter Denkmä-
ler und auf kleinere am Schlüsse beigcfügte Nachrichten sich
beschränkt, unsere Sammlung aber weiter ausgreift und, wo
möglich, einen Sammelplatz aufstellen möchte, in welchem
sich alle Alterthumsforscher des In - und Auslandes freund-
lich begegneten und in wechselseitiger Mittheilung die allen
gleich interessanten Gegenstände aufzuhellen und zu besprechen
suchten. Wir versäumten nicht, dem uns seit Jahren herz-
lich befreundeten Mann von unserm Plane sogleich in Kennt-
niß zu setzen und erhielten von ihm nicht nur die offenste Zu-
sicherung seiner Zufriedenheit damit, sondern auch die Zusage
die Sammlung selbst mit seinen Beiträgen zu bereichern.
Meines alten und ehrwürdigen Freundes Fr. Aug. Wolfs
literarische Analekten haben, so wie früher sein Museum,
auch sehr erlesene archäologische Abhandlungen und Mitthei-
lungen enthalten. In ihnen hat ja Hirt zuerst den wahren
Sinn der auf Aegina gefundenen Marmors ausgesprochen.
Allein die Alterthumskunde, die hier Erläuterung erhält,
hat ein weit größeres Reich, wovon die bildliche, die wir
hier allein berücksichtigen können, nur eine kleine Provinz
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