Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 1.1820

Seite: XVII
DOI Heft: 10.11588/diglit.9751.1
DOI Seite: 10.11588/diglit.9751#0020
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/amalthea1820/0020
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
Vo rbewicht.

XVII

ist. Und dann erschienen diese Analekten wohl eben darum,
weil sie nur Gediegenes und aus vielen Erlesenes mittheilen
wollen, viel zu selten, um der jetzt so weit verbreiteten
archäologischen Liebhaberei völlig Genüge leisten zu können.
Denn der Gastgeber, der uns hier bewirthet, richtet seine
siculischen Tafelgenüsse nur für hohe Festtage zu! Die seit
dem Jahre 1822 regelmäßig zweimal die Woche erscheinen-
den Kunstblätter, dem allgelesenen Morgenblatt will-
kommene Gefährten, können ihrer Bestimmung nach ausführ-
lichere Abhandlungen, die oft abgebrochen allen Reiz verlie-
ren müßten, nicht aufnehmen und sind wohl noch weit mehr
der bildenden Kunst aus der neuen und neuesten Zeit, als
der Antike gewidmet. Sie leisten vollkommen, was ihr
einsichtsvoller Herausgeber, Hr. Dr, Schorn in der
lesenswürdigen Einleitung darüber ankündigte und find in
so fern eine wahre Bereicherung unserer Kunst - Literatur.
Als schnell ausfiiegende Blätter tragen sie leicht auf ihren
Fittichen fort, was eben das Neueste ist, auch im antiquar
rischen Fache. Wir haben daher auch die kleinen Nachrich-
ten von neuen Entdeckungen, kleinen Flugschriften, Bemer-
kungen neuer Reifenden, Verkündigungen, welche, unserm
ursprünglichen Plan zufolge, den letzten Abschnitt jedes
Bandes dieser Sammlung ausmachen sollten, ganz wegge-
laffen, weil dieß alles weit zweckmäßiger von jenen Kunst-
blättern angezeigt werden kann, und uns nur Vorbehalten,
Mittheilungen aus Briefen unserer Freunde in Frankreich,
England und Italien, wenn sie für unfern Zweck geeignet
scheinen, und ein Intelligenzblatt ganz am Ende beizubringen.
loading ...