Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 1.1820

Seite: XXV
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Vorbericht.

XXV

aus Kennermund das Urtheil über den jetzt so hart angeklag-
ten Steindruck in München erfahren werden.

Hrn. Professor Grotefend's Beiträge zur persischen
Ikonographie haben es fürs erste bloß mit solchen Cylindern zu
thun, welche Figuren ohne Keilschrift darstellen. Für die
letztem ist er gesonnen seine Beiträge in die von Hrn. Hoft
rath Dorow in Bonn unternommene Zeitschrift, die den Titel
führt: Morgenländische Alterthümer (erstes Heft,
Wiesbaden, 1320 in 4.) auch fernerhin mitzutheilen, so
wie schon der erste Heft dieser interessanten Sammlung sehr
scharfsinnige Erörterungen über zwei babylonische Cylinder
von Grotefend umfaßt, wovon der eine schon vom Abte Liech-
tenstein in Helmstädt in seinem paläographischen Versuche
mit einer verfehlten Erklärung mitgetheilt worden, der andere
aber dem Erklärer vom D. John Hine in Bagdad zum Ge-
scherik gesandt wurde. Man wird daraus mit Vergnügen
die Fortschritte wahrnehmen, welche weitere Forschung und
die Betrachtung neuer ihm mitgetheilten Keilschriften in diesem
gelehrten Entzifferer der nun nicht mehr räthselhaften aber
verschiedenen Keilschrift - Charaktere so mächtig beförderte.
Möchten ihm nur die Aufseher des britischen Museums und
der petersburgischen Schätze, wo sich jetzt die von H. Rous-
seau angekaufte Sammlung befindet, willig unterstützen!
Der in unserer Sammlung erklärte Cylinder ist freilich schon
von Caylus mitgetheilt worden. Allein die Erklärung ist
eben so neu, als sinnreich. In dem nächsten Bande dürfen
wir einen zweiten Beitrag versprechen, wo solche Cylinder
mitgetheilt werden sollen, worauf Ormuzd oder ein anderes
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