Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 1.1820

Seite: XL
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xl Vorbericht.

Für den dritten oder museographischen Abschnitt ist das
durch ein recht erfreulicher Anfang gemacht worden, daß
sich der ehrwürdige Heeren, der uns gleich Anfangs seinen
kräftigen Beistand zugesagt hatte, der Muse, welche Bleis
bendes in ihre Tafeln verzeichnet, einige Augenblicke entzog
und sie alten, schönen Erinnerungen an das Veliternische
Museum des großherzigen Borgia weihete. Das Museum
zu Veletri war ein Fideicommiß. Noch ist einiges im Vers
kauf desselben an Neapel dunkel; vieles über die gegenwärs
tige Aufstellung desselben im Museo Borbonico, selbst
nach den Berichten der neuesten Reisenden, noch unbe-
stimmt. *) Daß von der Glyptothek des Kronprinzen
von Baicrn, dem jede Musenkunst dankbar huldigt,
auch hier vorläufig die Rede seyn konnte, verdanken wir
dem überall, wo es Gutes zu fördern und anzukündigen
giebt, gern eingreifenden Herrn Director von Schlichs
teg roll.

Der letzte Abschnitt, welcher Nachgrabungen und noch
nicht bekannt gewordenen Antiken, die dabei entdeckt wurden,
gewidmet seyn sott, ist dießmal nur als eine Probe dessen,
was künftig gegeben werden könnte, zu betrachten. Es

*) Die besten Nachrichten über das Museum hatte bis jetzt der
dem Cardinal durch hundert Bande der Dankbarkeit verbundene Fra
Paolino de St. Bartholomeo gegeben in der Vita«? Synopsis Stephani
Borgiae (Rom, bei Fulgoni 1805. 75 Seiten in 4.), wo im 5.
und 7. Kapitel bloß von diesem Museum gehandelt wird. Vergl.
meine Vorrede zum 4. Theil des Tagebuchs der Frau von
der Recke S. XlV. f.
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