Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 1.1820

Seite: XLII
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XLII

Vorbericht.

hätten. *) Dazu müßte man Jahrelang gesammelt und
nachgetragen haben. Und der diesen Zusatz zu machen
wagte, hat nie Collectaneen gehabt noch sie zu machen die
Zeit finden können; alle Angaben sind Ergebnisse seiner
Erinnerung und wie mangelhaft ist diese! Aber es sollte
wenigstens unsere Idee, wie überhaupt jeder Typus antiker
Figuren durchgenommen werden müsse, wenn es zu einer
vollständigen Antiquite figuree je kommen soll, an diesem
Beispiele versinnlicht werden.

Und so möge der erste Band dieser wenigstens nicht außer
dem Zeitbedürfniß liegenden, antiquarischen Sammlung,
nicht ohne Schüchternheit den lang zurückhaltenden Schlüft
ftln entschlüpfen und der

— dem Züchtigen werthen Versieglung!

Das offene Geständniß, daß dieser Erstling in allen, was ich
selbst dabei zu leisten vermochte, noch weit hinter dem Bilde
zurückbleibt, das ich mir zuerst davon entwarf, wird frei-
lich die strenge Critik nicht entwaffnen. Indeß sind doch hier
tüchtige Ehrenmänner in Reih und Glied angetreten. Andere
haben sich noch anzuschließen redliches Versprechen geleistet

*) So hatte ich gleich anführen müssen, daß sich im Pariser Mu-
seum außer dem berühmten vormaligen Borghesischen Hermaphrodit
noch eine zweite Antike befindet, die, obgleich eine Nachahmung jenes
erftern, doch in Haltung und Bewegung der Hände, der Schenkelund
des Kopfes manches anders motivirt. S. die neueste Desertion
«les aiuicju.es du Musee Royal par le Comte de Clarac ( BisevNti s

Nachfolger, Paris 1820.) n, 461. p, 193. vergl. 527. p. 214.
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