Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 1.1820

Seite: XLIII
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Vorbericht.

XLIIl

UN- zum Theil schon erfüllt. Das kleine Verdienst mag dem
Herausgeber nicht geschmälert werden, daß er nicht Mühe noch
Bitten sparte, um einige der Besten zu vereinigen. Crem
zer, Welcker, Beck,Böckh, Blumenbach, Völkel,
Steinbüchel, v. Hammer, Eichstädt, Gurlitt,
Siebelis, Manso, Schorn, Munter in Copenhagen,
Morgenstern in Dorpat, I. V. Millingen und
John Hawkins in England, Quatremere de
Quincy und Hase in Paris, Gaetano Cattaneo in
Mailand, de Rossi in Rom haben uns Beistand zugesagt.
Thaten cs einige nur Bedingungsweise, so schickten andere
schon wirklich vollwichtige Beiträge ein. Kurz, der Verein
wäre wohl untadclhaft und vielleicht für die Erweiterung der
bildlichen Alterthumskunde bis jetzt noch nie so zusammenge-
kommen. Alles kommt aber darauf an, daß der wackere
Verleger zur Fortsetzung nicht allen Muth verliere. Wer
den Absatz und inner» Umtrieb unsers Buchhandels und dessen
was in unserer Literatur geht, etwas kennt, darf nicht erst
hier erfahren, daß dergleichen Artikel, wie unsere Amalthea
ist, gewöhnlich sich sehr geringer Aufmunterung vom kaufen-
den Publikum und alfo eines sehr kurzen Lebens zu erfreuen
haben. Ist alfo wenigstens der Gedanke, einen solchen Mit-
telpunkt und Sammelplatz für gründliche Alterthumskunde
eröffnet zu haben, nicht verwerflich, ja für die Wissenschaf-
ten selbst wünschenswerth: so mag es den in ganz Deutsch-
land zerstreuten Freunden derselben ein dringenderes Geschäft
seyn, durch Empfehlung zu fördern, als durch allzugroße
Strenge zu lähmen. Denn nur so kann unsere Amalthea
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