Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 1.1820

Seite: 115
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sitzers derselben mit Dank aufbewahre. Merkwürdig ist ins-
besondere das Bild I>lo. iv., wo von dem figurirten
Stabe noch besonders einige Tänien oder Bänder mit
Glocken herabhängen. Besonders häufig ist die Vorstel-
lung, welche aus einer von Millin mitgetheilten Vase*)
entlehnt ist und offenbar den Uebergang zu der eigentlichen
Schlangenbildung macht. Endlich schien es zweckmäßig,
einen Caduceus der allgemein angenommenen Form, mit
den wirklichen Schlangen, darzustellen. * **) Bekanntlich
haben sich aus sehr begreiflichen Ursachen diese Stäbe sehr
selten erhalten, und was wir selbst an den berühmtesten
Statuen als solche sehen, gehört später» Ergänzungen an.
In der im Pro - Clementinischen Museum befindlichen Sta-
tue des Hermes Agoräos, die freilich nur von späterer
Arbeit ist, hat sich dieser Stab wirklich noch erhalten. Wie
viel kleinere Abweichungen und Modificationen dieses abge-
bildeten Caduceus würden sich allein aus Münzen aufführen
lassen, wobei auch die nicht zu übersehen wäre, auf welche
der Schaft des Stabes zur wirklichen Hasta oder Scepteur
im alten Sinne des Wortes gestaltet erscheint. Das Durch-
blättern des ersten, besten alten Münzbuches giebt die Belege
dazu. Doch geben die Vasenbilder hier noch weit mehrere
Ausbeute. Wie interessant ist z. B. auf einer von meinem/
hochgeachteten Freunde, dem britischen gelehrten Sammler,

Peintures des vases antiques. T. II. pl. XXXII. Auf unsrer

Tafel ii. n. 8-

**) Auf unsrer Tafel n. 6. Zuerst abgebildet in Visconti’s
Museo Pio-Clementino T. I. tav. VI. Dabei sagt Viscvlltil II
caduceo — vente assai distinta questa statua di Mercurio, giaclie
e la sola nella quäle siasi conservata questa singolare insegna
del messaggiero de’ Numi. Es versteht sich, daß sich das bloß V0N
Marmorbildern sagen läßt. In Bronze sind viele erhalten. Aber

welcher Zeit gehören diese an?
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