Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 1.1820

Seite: 128
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kann der silberne Dreifuß des Anagyrasier Aeschräos gestan-
den haben 26), Geht man von den angegebenen Punkten
Zoo Schritt ostwärts weiter bis zur sogenannten Laterne
des Demosthenes, dem choregischen Monument des Lysi-
krates aus Olymp, in, 2., so ist dadurch die Richtung
der Trip ödenstraße gegeben, einer der wenigen nahm-
haften und glanzenden im alten Athen. Sie fing an dem
Fellen der Akropolis unmittelbar über dem Theater an, und
zog sich südostwärts von der Burg in gerader Richtung fort.
An dieser Straße lagen, die Dionysostempel, von denen Paus
sanias redet: 27) an ebenderselben stand ohne Zweifel auch
Andokides Dreifuß auf einer hohen Säule, einem Eilen aus
Porosstein gegenüber 2S). Ja auch das Pythion muß hier
gelegen haben, wie ja hier die Tripoden der Chöre an den
Thargelien ausgestellt wurden2^). Denn es wird ausdrück-
lich bemerkt, daß der große Panathenäische Feierzug, welcher
vom Markte des innern Kerameikos um die Akropolis herum-
schwenkend erst nördlich durch die Hermenstraße bei dem Pe-
lasgikon vorbeizog, und um weiter zu den Propyläen zu ge-
langen, die Tripodenstraße gar nicht umgehen konnte, in die-
ser Gegend bei dem Pythion vvrbeigetommen sei 3o). Dem-
nach war diese Straße der Sammelplatz der schönsten Metall-
arbeit mehrerer Jahrhunderte, und ihre Denkmäler und
Inschriften gab-n Stoff zu Demetrios des Phalereers und
Panätios chronologischen Untersuchungen und einem Znschrift
tenwerke des Athenischen Topographen Heliodor

26) Phllochoros bei Harpokr. 310.70.70/1$. Alsjcpaios ALvayvpa-

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27) I. 20, 1.

2S) Plutarch L. Andok. Th. 12. S. 229. H.

29) Isäos Rede IV. S. 113. R. Suidas THj&iov.

30) Athen. IV, 267. f. Philostr. L. der Sophisten II. 5. S. 550.
30 Plutarch Arist. I. Harpekr. Vv$?wp.
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