Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 1.1820

Seite: 135
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Luft entsteht: ^3) auch der Tripus war Gegenstand Pytha-
goreischer Mythologeme. Einen Tripus nannte auch ein
älterer Musiker, Pythagoras von Zakynthos, das Instru-
ment, welches er selbst erfunden, aber nur allein gespielt
hatte. Es war wirklich ein Delphischer Dreifuß; das
Prisma, welches die Füße bilden, war auf allen drei Sei-
ten bezogen, und stand auf einem Gestell, welches wie ein
Drehsitz leicht umgedreht werden konnte. Oberhalb war der
Kessel des Dreifußes, welcher hier die Resonanz bildete. Z9)
Wir überlassen die weitere Erörterung der musischen
Eigenschaften des Dreifußes Kennern der Musik. Es
liegt uns dagegen ob, die mannigfache Gestaltung, Um-
bildung , Anwendung des Delphischen Geraths in der pla-
stischen Kunst darzulegen, von der erklarungswerthen Beschrei-
bung des Homer an bis zu den mannigfachen Formen des
Tripus im Dienste des Römischen Luxus.

Göttingen.

K. 0. Müller.

(Der Beschluß in einer zweiten Abhandlung im nächsten Stück.)

58) Eustath. zu II. 16.

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59) Athen. lg, 6Z7. c.
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