Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 1.1820

Seite: 231
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vor. Statuarisch ward er auch bloß zu Gewändern ge-
braucht, wie in der Figur eines barbarischen Fürsten in der
Villa Albani, dessen Kopf und Hände weißer Marmor
sind.

Ein anderer harter Stein kommt bei Plinius (36, n.
38. und 43.) unter den Nahmen Basaltes unö Basamtes
vor. Brückmann in seiner Steinkunde (c. 30*) ist
der Meinung, daß unter beiden Nahmen derselbe Stein zu
verstehen sei, nnd daß man in der ersten Stelle statt Basal-
tes auch Basanites zu lesen habe. *)

Plinius eignet dem Steine die Farbe des Eisens, und
auch die Härte desselben zu, beifügend, daß er in dem
ägyptischen Aethiopien gefunden werde, und Vespasian in
diesem Stein die Statue des Nils mit sechzehn um ihn spie-
lenden Kindern in dem Tempel des Friedens geweiht habe;
ferner daß die berühmte Statue des Memnon, welche bei
dem Sonnenaufgang einen Klang von sich gab, und in dem
Tempel des Serapis zu Thebae stand, aus gleichem Steine sei.

Dieser ist bekanntlich mit einem zweiten ähnlichen Colos-.
se noch vorhanden. Auch sehen wir in der Villa Bamt'ili
noch eine Statue bes Nils vom schwarzen Basanites, aber
nicht die, welche ehedem im Friedenstempel stand , denn sie
ist nicht mit den Kindern. Von schwarzem Basanit giebt es
auch einen schönen Kopf des Mars, und eine Portraitbüste
in der Gallerie Giustiniani. Dann sieht man von dem
grünlichen Basanit mehreres: die beiden ägyptischen Löwen
an t>ei4 Fontana felice, einen Sphinx in dem Garten der
Villa Borghese, einen Canopus, einen Serapiskopf und
zwei Portraitköpfe in der Villa Albani, und andere in an-
dern Sammlungen, als: einen schönen Bacchuskopf mit
sprossenden Hörnern in der K. preußischen Sammlung, den
Kopf des Scipio Africanus im Gartenhaus Rospigliosi, und

*) Butt mann hat seitdem in einer Abhandlung, die an dem
Anfänge des 2ten Bandes von dem Museum der Alterthums,
Wissenschaft sieht, dies bis zur Evidenz erwiesen.
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