Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 1.1820

Seite: 291
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musicalische Instrumente. Dieses Monument mag zwar in
Aegypten oder von ägyptischen Künstlern verfertigt seyn, doch
scheint es der spätern Zeit anzugehören.

T a f. kV. u. LVI. Vorder - und Rückseite der unge-
fähr zwei Fuß hohen Statue eines ägyptischen Priesters aus
grauem Basalt, ein Kästchen vor sich haltend, auf welchem
Hieroglyphen eingegraben sind. Der Pfeiler am Rücken
dieser Statue ist ebenfalls von oben bis unten voll Hierogly-
phen, der Kopf moderne Restauration.

Taf. kVII. stellt einen Canopus von drei verschiedenen
Seiten dar. Seite 197. des Textes wird behauptet, er
sei im schönsten dem Aegyptischen nachgeahmten Geschmack
gearbeitet; man erfährt jedoch nicht, welche Steinart der
Künstler dazu verwendet hat. Die Erinnerungsblätter ent-
halten keine Nachrichten über dieses Denkmal; indessen läßt
sich aus der erwähnten Anzeige schon schließen, es werde so
wie mehrere dergleichen in andern Sammlungen befindliche
Canopen aus Basalt gearbeitet seyn und Hadrians Zeit an-
gehören.

Hiermit oder mit der 24sten Lieferung von der Gal-
leria Reale di Firenze, schließt sich der erste Band der
vierten Abtheilung des Werks, welche Abtheilung die antiken
Statuen, Brustbilder und Basreliefe enthalten soll. Die
Lieferungen, worin der zweite Band solcher Denkmale mit-
getheilt wird, sind zwar auch schon größtentheils erschienen,
doch noch nicht vollständig. Sobald er es seyn wird, soll
auf ähnliche Weise, wie hier vom ersten Bande geschehen,
über denselben Bericht erstattet werden.

' Weimar.
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