Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 1.1820

Seite: 294
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nicht von Visconti die Rede, sondern von dem Nutzen, den
Winkelmanns Geschichte der Kunst geleistet.) — II falloit
enfin qiTil rious monträt comment on peut lire
dans les monumens antiques, Thisto re de l’homme
et de 868 inombrables vicissitudes. Ennio fut ce
ge'nie rare. — Son premier et principal me'rite
c’est d’avoir retire les objets de I’antiquite de cet
etat repoussant d’obscurite' qui les avoit envelop-
pet> jusqu’ä nos jours.“ Das weitläuftige Vorwort
würde noch viele Veranlassungen zu Bemerkungen geben. *)

Es ist jetzt bei vermehrter Verbreitung der Werke eines
gelehrten und verdienstvollen Schriftstellers kurz anzugeben,
was eigentlich hatte geschehen sollen, und was noch geschehen
sollte. Es kann dieses jedoch nur in der größten Kürze ge-
sagt werden, sonst würden manche einzelne der zu erwähnen-
den Schriften Stoff zu ganzen Abhandlungen darbieten.
Diese Anzeige ist aber um so mehr nöthig, weil nach der
großem Verbreitung der Viscontischen Arbeiten, Kenner und
Verehrer der alten Kunst inskünftige durch einzelne Berichti-
gungen und neue Untersuchungen sich um die Kenntniß des
Alterthums verdient machen können.

Bei dem neuen Abdrucke der ersten Bande des Museum
Pro Clementinum, dessen erster vor fast 40 Jahren erschien,
hätten nothwendig in Anmerkungen, die während dieser lan-
gen Zeit gemachten neuen Entdeckungen und daher rührenden
Fortschritte in der Kenntniß des Alterthums, eingetragen,
und manches hie und da vielleicht nicht gehörig begründete

*) Uebrigens war Visconti's Einladung nach England viel ehren-
voller für ihn, als sie es würde gewesen seyn, wenn das gegründet
wäre, was sein Lobredner davon S. 50. bemerkt. Ungern vermißt
man in diesem Abriffe seines Lebens, so wie in dem aus Millins Fe-
der, die genauere Erwähnung seines Austrittes aus dem geistlichen
Stande, um sich zu verheirathen. Auch wird von beiden nichts über
sein Consulat bemerkt, wo die beste Gelegenheit gewesen wäre, ihn
gegen die ungerechten Vorwürfe, die man ihm noch jetzt zu Rom
macht, zu vertheidigen.
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