Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 2.1822

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lieber die griechische Bildkunft. *)

Fünfter und sechster Abschnitt.

Geschrieben den io. Dccembcr 1325. Vorgelcscn den 5. Febr. 1307-

Die Steinschneidekunst.

§. 1.

Die große Menge antiker Gemmen, die man noch fortwah-
rend aus der Erde grabt, und die man zu Hunderten und
tausenden in den Sammlungen angehäuft hat, zeiget, wie
unendlich groß die Zahl solcher Art kleiner Kunstarbeiten vor-
dem müsse gewesen seyn. Darunter kommen Werke vor, welche
die höchsten Begriffe von der Kunst geben. Schon die früher»
Griechen hielten viel auf schöne Geflimcn, und spater legte
man Sammlungen hievon an, wie von den Gemälden und
Statuen. Die kostbaren Daktyliotheken des M. Scaurus,
des reichen Stiefsohnes von Sylla, des Pompejus, des
Julius Caesar, des Marcellus, Sohnes der Octavia, wurden
als reiche Weihgeschcnke in verschiedenen Tempeln zu Rom
ausgestellt (Plin. 37, 5. u. 6.)

Auffallen mag es, daß Plinius, der das ganze 37ste

°) Die ersten 4 Abschnitte dieser aus Vorlesungen in der K. Pr.
Berlinischen Akademie der Wissenschaften in den Jahren 1798 — 1803
entstandenen Kunstgeschichte befinden sich im isten Band dieser
Änialthca S? 207 ff. Diese 4 Abschnitte behandelten r) die Plastik,
die Bildschnitzerei, 3) die Bildhauerei, 4) die Bildkunst in
Metall.

B.
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