Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 2.1822

Seite: 112
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andere bildliche Darstellung des Iescht und Behescht auf einem
babylonischen Siegel mittheilt, seinen Vendidad mit den
Versen:

Segen und Seligkeit strömt dem Gerechten, der rein ist von

Herzen.

Heilig, heilig der Herr, voll Herrlichkeit, ewig und ewig.

Demnach kann auch ich diesen Aufsatz nicht besser schließen,
als mit den Worten der persischen Segensformel nach Angue-
til's Ucbersetzung:

Ucberfluß und Bchcscht sind für den Gerechte», der rein ist.
Rein ist der Heilige, der nur reines und himmlisches Werk

thut.

Nachtrag aus einem spätern Briefe.

Franks, a. M. d. 6. April 1S21.

Seit der Zeit, als ich Ihnen meinen Aufsatz schickte,
habe ich zwar keinen Grund zur Zurücknahme meiner Vermu-
thung, wohl aber noch verschiedcntliche Bestätigungen mei-
ner Ideen gefunden. Sv habe ich in meine Zeichnungen die
Gemme des Duce Noja Caraffa ausgenommen, welche mir
durch Murr's Journal zur Kunstgeschichte Th. IV. Tab.I. A.
@.141. bekannt geworden war, aber auch in der Descri-
ption du Cabinet de Mr. Praun (Nuremb. i7/)7* 8-)
p. 266. stehen soll. Nun lese ich in des verstorbenen
Olaus Gcrh. Tychsen de cuneatis inscriptionibus Per-
sepolitanis Lucubratio p. 21., daß dieser auch indem
sein Gesetz offenbarende» Ormuzd seinen Arsaces fand, und
die phönikische Unterschrift ncu Yitn1? (magno Asgag) las,
indem er das Samech durch eine Inschrift von Citium zu
erweisen suchte. Das Zeichen der Offenbarung, welches
dem ägyptischen Tau so ähnlich sieht, hielt er für das Zeu
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