Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 2.1822

Seite: 124
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Vol. II. PI. VIII. et IX.) und in welchem Herr
Professor Grotefcnd das himmlische Element des Was-
sers angedeutct glaubt. Es ist nichts als der sprechende
Nahmen des Tigris, der noch zu allem Ucberflusse mit
seinen beiden Armen das Delta (dschesira) bildend vor-
gcstcllt ist, und an dessen Ufer sowohl jener Aerolith von
Michaux als der in den Fundgruben des Orients
(Bd. III. S. 198. Fig- II. et III.) abgebildcte gefunden
worden ist. Eben so irrt sich Hr. G., wenn er den auf dem
Altäre liegenden Donnerkeil (das Element der Keil-
schrift) als eine Hieroglyphe des Stcrnausflusscs und himm-
lischen Wassers deutet, indem dieser Donnerkeil nur eines der
in dem Sendawesta aufgeführten sechs heiligen Feuer vor-
stellt, nehmlich das Feuer Bcrsin oder Blitzfeuer (das
Feuer des Perseus), wahrend die anderen fünf Artendes
Feuers eben da auf den fünf anderen Fcueraltarcn abgcbildet
sind, von denen Hr. G. nur eine einzige erkennet hat. Die
Erklärung der übrigen würde mich hier zu weit führen und
wird anderswo einen schicklichem Platz finden als in diesem
Briefe, der ohncdieß schon alle Gränzen einer Epistola ad
Familiäres überschritten hat.

Zos. v. Hammer.
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