Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 2.1822

Seite: 151
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zu entscheiden; mir kömmt das crstcre wahrscheinlicher
vor. Von einem der Bilder sagt Pococke, cs wäre mit
dem Rücken aufwärts gekehrt; *) eben da§ berichtet
Norden von seinem Ick: aber was sonst Pococke von eben
diesem Bilde erzählt, paßt auf das Nordcnsche nicht.
Von einem andern bemerkt er, daß es beinahe ganz sey, **)
d. h. nicht zerbrochen, oder beschädigt, und eine mittel-
mäßige Höhe habe; ***) welches beides Norden s Beschrei-
bung entspricht. Er giebt zu verstehen, daß es zum
Theil in die Erde eingesunken sey; ff) dieß ist auch so
bei Norden: und zuletzt schildert er den Stoff, woraus
das Bild verfertigt ist, als feinkörnigen gelben Granit mit
eingemischten Kieselstückchen, -HO welches auf den Mcmnon
im Brittischen Museum anwendbar ist.

*) Dieß ist sein drittes Vild — the back part witli liiero-
glyphics on it lies uppermost.

Sein viertes Vild — almost imire.

***) Tlie statue is twclve feet long, from the liead to the
fork.

f) — the shouldcrs tvere four feet broad above the grouud,
a small part bcing stink into the earth. Hieraus können wir mit
Recht schließen, daß das Vild zum Theil in die Erde eingesunken
war; was aber Pococke mit den Worten: the shoulders -were four
feet broad above the grouud, eigentlich sagen wolle, ist mir dun-
kel. Wenn er die ganze Breite der Schultern, auf dem Rücken ge-
messen, andcutcn will, so war es ein weit kleineres Bild als das im
Brittischen Museum. Denn bei diesem ist die Breite der Schultern,
so gemessen, über 6 Fuß.

•j-f) a yellotv granite in very small grains, with lome little
flints in it. Auf der Rückseite sicht unser Bild geldlichroth aus;
und ob ich gleich die Farbe lieber rothlich nennen würde, so kann ich
es doch einem andern verzeihen, der sie gelblich nennen wollte. Es
sind auch Stückchen in die Masse cingesenkt, die vielleicht für Kiesel-
stückchen gehalten werden könnten, mir aber bloß als eine andere Ver-
bindnng des Granitstoffes Vorkommen.
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