Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 2.1822

Seite: 217
DOI Heft: 10.11588/diglit.9752.10
DOI Artikel: 10.11588/diglit.9752.13
DOI Seite: 10.11588/diglit.9752#0256
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/amalthea1822/0256
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
217

III.

Georg Zoega's Bemerkungen über eine Borghesische
Marmor-Basament und über fünf hieroglyphijcheKrei-
dekafeln im Museum zu Velletri.

i.

Die Borghesische Marmor-Basament.

Vorerinnerung.

Herr Professor Friedr. Gottl. Welcker in Bonn, dessen
frühere Verhältnisse zu Zoega in Rom , so wie sein spaterer
Aufenthalt in Copenhagen ihn gleichsam zum Geisteserbcn
des großen Archäologen gemacht und die Gelegenheit ver-
schafft haben, vieles und gewichtiges für uns aus seinem
literarischen Nachlaß zu retten, hat die Güte gehabt, dem
Herausgeber der Amalthea die Erklärungen mitzuthcilcn, die
sein Freund zu verschiedenen Zeiten über eine antike Ara oder
Kandelaber-Basis von drei Seiten und drei Reliefs in der
Villa Borghese ihm hatte zukommen lassen. Es leidet
keinen Zweifel, daß dieser Marmor als astrologisches Denk-
mal der drei Herbst-Planeten Juppiter, Mars und Venus
in ihren planctariichcn Häusern im Zodiakus bis jetzt ein-
zig in seiner Art genannt und wegen der durchaus ab-
weichenden Darstcllungswcise, in welcher diese Planeten-
göttcr mit ihren Himmelezeichen auf diesen drei Reliefs
erscheinen, seit Winckelmann die Blicke der Altcrthums-
forschcr zuerst darauf leitete, die größte Aufmerksamkeit
auf sich gezogen habe. Um so erwünschter muß es uns
scyn, auch Zoega's Meinung darüber zu erfahren, der,
loading ...