Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 2.1822

Seite: 230
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Die Contoure sind in diesen fünf Tafeln scharf ein-
geschnitten; überall sind noch außer den Figuren Hiero-
glyphen , deren aber die -Beschreibung nicht erwähnt. Die
Figuren sind gewählt gewesen, hin und wieder sicht man
noch Spuren der Farben. Die Arbeit ist nicht mit Fleiß
gemacht; denn die Contoure sind beinahe gerade Linien,
und die Figuren find mager und lang, beinahe wie Ske-
lette gezeichnet. Ich habe versäumt die Größe der Ta-
feln zu nvtiren. Trügt mich aber nach 36 Jahren mein
Gedachtniß nicht, so waren die Tafeln ungefähr eine Elle
lang und eine halbe bis % Ellen breit, und ziemlich von
einer Größe. Wahrscheinlich sind sie mit der übrigen
Sammlung, die in Velletri bewahrt ward, nach Neapel
gekommen, und werden im Palazzo degli Studii zu
suchen scyn. Das Schicksal der Münzen, Gemmen und
vieler Anticaglien, die der Cardinal Borgia in Rom hatte,
ist mir unbekannt. Ich weiß nicht, wie der Proceß, den
seine Erben mit dem Collegio de Propaganda fide
darüber führten, entschieden ist. Das wichtigste von sei-
nen coptischcn Handschriften soll der König Joachim Mn-
rat gekauft haben.

D- Münter.
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