Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 2.1822

Seite: 231
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IV.

lieber den angeblichen Helm des Onatas.

Zu dcn merkwürdiger» Denkmälern der Vorzeit, die in
unfern Tagen durch den rastlosen Eifer edler Deutschen
und Dritten in Griechenland der Welt wieder geschenkt
worden sind, gehört unstreitig der Helm, den einige für
ein Werk des durch Schclling und Thiersch in seine Würde
wieder eingesetzten Acginetischen Künstlers Onatas, altem
Zeitgenossen des Phidias, halten. Dieser Helm, im Jahr
18.17. unter den Ruinen von Olympia gefunden, hat
durch die auf ihm befindliche Inschrift seit der Bekannt-
machung durch Herrn von Bröndstcd im Kunstblatt
1820. No. 65. viel Aufsehen erregt, und es sind schon
verschiedene Erklärungsversuche *) der zum Theil räthscl-
haften Worte ausgestellt worden. Zur leichtern Uebersicht
folgen sic hier:

EI HP ONOA EIN OMENEOS

KAITOISTPAKOSIOI

TOIAITTPANAITOKTMAS

Hr. v. Bröndstcd erklärt sie so: !Is^cov, 6 Aeivouevov$
xai 01 ’Svgaxovaioi, di 5/a Qougiivv arro Ku/xj/s
und denkt dCpixovro oder ;jXd-ov hinzu, halt bi für die
apostrophirte Form von 5/a, und deutet demnach das

*) Die Erklärung von Bvlßonade im Classic»! Journal XL.
S. 301. übergehe ich hier mit Stillschweigen, da sie von einer un-
richtigen Abschrift der Hcluiinschrist gegeben worden ist.
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