Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 2.1822

Seite: 255
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nai ayaXfia 6k AfvKotppüvys iSriv ÜpTtpiios. So fallt mit
Heyne's Erklärung auch seine Vermuthung in den an-
tiguar. Aufs. S. 109. no.

lieber III, 18, 7* und 9. merkte Heyne in den antir
gnar. Aufs. S. 19 f. und 57. an, daß der Kampf des
Thefeus mit dem Minotaurus allein zweimal an dem Throne
des Amyclaischcn Apollo dargestcllt worden scy, und daß
eine solche Wiederholung sich in unfern Zeiten freilich nicht
rechtfertigen ließ. Indessen müßte man fast dasselbe von
dem §. 9. erwähnten Kampfe des Hercules mit dem Centaur
Oreus sagen, der nach dem Zeugniß des Diodorus Siculus
IV, 12. in dem Gefecht der Centauren am Pholus vom Her-
cules erlegt wurde. Und dieses Gefecht war ebenfalls nach
§. 7. an diesem Throne abgcbildct. Es war aber das, was
den Thefeus und Minotaurus betrifft, keine kahle Wieder-
holung, die allenfalls mit der Simplicitat des Alterthumes
entschuldiget werden müßte, noch weniger hatte sich Heyne
zu der Meinung verleiten lassen sollen, daß vielleicht
der Fehler am Pausanias gelegen habe. Eine
Beschuldigung, mit der man lange Zeit unverantwortlich
freigebig gewesen ist. Denn in dem Bilde §. 9. war The-
seus noch im Kampfe mit dem Minotaurus begriffen dargr-
stcllt, aber in dem §. 7- so, daß er den nun überwundenen
Minotaurus in Banden führte, welche Vorstellung dem Pau-
sanias selbst neu vorkam. Kuhn äußerte darüber die un-
glückliche Vermuthung, die jedoch Heyncn nicht mißfiel, cs
könne Pausanias das Süjet unrecht gefaßt
haben. Auf gleiche Weise wird eine Verschiedenheit statt
gefunden haben zwischen dem Kampfe des Oreus und dem
Gefechte der übrigen Centauren.

4.

a) V, 10, 2. sagt Pausanias, daß Phidias das Dildniß
des Jupiter zu Olympia verfertiget habe, bezeuge folgende
Inschrift unter den Füßen des Jupiter:

Phidias hat mich gemacht des Charmidas Sohn, der Athener.
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