Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 2.1822

Seite: 282
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vorstellt. Die Liebesgöttin, die zugleich eine Seegöttin ist,
zeigt sich dem Obergott der Meere hier günstig. — Wir erin-
nerten schon, daß bei Lucian und Philostratus der Vorgang
auch als ein Raub erscheint.

Noch bemerken wir, daß uns seitdem eine dritte Zeich-
nung von einem Griechischen Gefäß vorgckommen ist, was
denselben Gegenstand vorstellt, aber von dem Herausgeber
(Siehe Peintures des vases antiques par M. Millin
T. ll. XX.) nicht erkannt ward. Die Zeichnung hat vier
Figuren. Amymonc sitzt mit ihrem Wassergefaß über einer
Quelle ausgestellt, und Neptun neben ihr scheint durch Ver-
sprechungen und die Ucberredcnskunst die schöne Königstoch-
ter zu gewinnen. Daher scheint auch Merkur, der Gott der
Rede, hier einen Platz gefunden zu haben. Die vierte,
weibliche Figur, scheint wieder Venus zu seyn, obwohl kein
Zeichen sie naher characterisirt.

H i r t.

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