Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 2.1822

Seite: 316
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des Peneus ju finden, *) wobei dieselben Pbönizischen
Cvlonisten, die das libysche Roß zuerst dorthin brachten, **)
auch für Eindämmung und Wasserbau thätig waren, son-
dern vorzüglich auch in den höchstmcrkwürdigcn Stollengewöl-
ben (Tunnels nennt sie jetzt der Dritte), welche das Wasser
ans dem Kopaischen See durch unterirdische Abzüge ins
Meer führten; wir meinen die berühmten Katabothra,
oder eine große Zahl unterirdischer Abflußgraben, welche
dem, ganze Städte verschlingenden, Uebertritt der Gewässer
des Binnensees Kopais zu Emissären gedient haben. ***)

Eratosthenes verglichen werden, mit denCommentatorenD. I. p. 409 —
423. Friedein. zugleich mit Seneca tzusesr. Flar. VI, 21. ff. Vcrgl.
Ch oiseul Gouffi er's Voyage pittoresque en Groce T. II. p.
117. Sch elling über die Gottheiten von Samothrake

S. 45. f. Alles dieß schrieb man dem Dreizackschlag zu. Man sehe
Span Heims Commentar zur schönen Stelle des Callimachus in Del.
30—55- x-403.

*) Die 5?auptstelle beim Hcrodot VII, 2z.

Denn das Roß kam durch Phönizier nach Thessalien. S. die
Stellen, aus welchen dieß hervorgcht, bei Freret Odglne de
quitadon chez les Grecs in den Memoires de l’Acad. d. Inscriptt.

T. vii. p.350. ff. und daraus bei Goguet Oxig. des Loix T. in.
p. 167. ff.

***) di vrcovöfitov (fipovrai rä pelSpa sagt Strabo IX. p.
622. C. Aristoteles nennt sie yapayyas. Vieles hieher gehörige

sammelte N. Walpolc in einem eignen Excurö in den Llemoin
reladng Durbey P-Zo5 — 7. Der Patriarch Meletius beschreibt sie
genau in seiner Geographie p.Z2g. Am befriedigendsten aber hat da-
von Ottfr. Müller gehandelt in seinem Orchomenos und die
Min per S. 51 — 65. Er erkennt überall die Kraft und Kunst eines
vorgeschichtlichen Volks bei diesen Kanälen an, und sammelt alle Sa-
gen von Herkules u^d Poseidon, die darauf Beziehung haben, mit
seltener Belesenheit. So war ja nur noch ein Schritt bis zu den
Phöniziern, ans welche den Unbefangenen hundert Hindentnngen Hin-
weisen müssen. Das ist doch wohl kein foivuimw n, wie es wohl
Plato sonst nennt de Republ. II. p. 214. C.
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