Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 2.1822

Seite: 341
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darf, besonders in der Abtheilung der für genaue Bestim-
mung so schwierigen Porträtbilder.

Man sehe daher diese Bemerkungen nur als den flüch-
tigen Vorläufer einer künftigen größeren, kritischen Arbeit
an, zu welcher ich schon seit zwanzig Jahren in einzelnen
Abhandlungen, die ersten, ich gestehe es gern, noch un-
vollkommenen, aber dennoch vom In - und Auslande mit
Nachsicht und aufmunterndcr Schonung aufgenommenen
Versuche gewagt, die ich aber, trotz den ungünstigen Zeit-
umständcn und dabei gemachten, nicht unbedeutenden, per-
sönlichen Aufopferungen, nie ganz aus den Augen verloren
habe, und zu deren Erneuerung und Fortsetzung in einer
zweckmäßigen Gestalt, vielleicht auch in einem günstigeren
Zeitpunkte, mich jetzt die durch das allerhöchste gnädigste
Vertrauen Sr. Majestät des Königs mir gewordene Mit-
aufsicht und Mitbcwahrung dieser Denkmäler um so mehr
ermuntern und verpflichten wird.

Der ganze A ntikc'n schätz, von dem hier die Rede ist,
besteht gegenwärtig in derjenigen Sammlung alter Origi-
nal-Kunstwerke, welche theils das sogenannte Antiken-
Kabinet auf dem Königlichen Schlosse zu Berlin, theils
die als untergeordnete V e r z i c r u n g s m i t t e l der Kö-
niglichen Schlösser und Gärten in Berlin, Charlottenburg,
und bei Potsdam, und hier sowohl in der Villa Sans-
souci auf der Terrasse, als im neuen Palaste des Parks
von Sanssouci, und im Marmorbause des neuen Gartens
am heiligen See, ausgestellten Kunstwerke bilden. Dazu
müssen billig noch, als nahevcrwandt, die Gypsabgüsse
und Abdrücke alter Kunstwerke gerechnet werden, welche
jetzt sowohl im Gebäude der Königlichen Akademie der
Künste, als auch in dem Lustschlvsse Monbijou in Berlin,
vorläufig aufbcwahrt werden.

Alle diese Werke lassen sich zur bequcmern Uebcrsicht für
unfern Zweck in folgende sechszehn größere Klassen
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