Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 2.1822

Seite: 393
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Zwei Lampen von Bronze, die eine in Gestalt eines
Negerkopfes, das Haar mit Weinlaub umkränzt, die
andere in gewöhnlicher Form, an den Seiten mit zwei
komischen Masken verziert, auf dem obern Deckel ein
Adler mit dem Blitz.

Ein zwei Fuß hoher Kandalabcr von Erz.

Aus demselben Metall achtzehn Stück andere Anti-
caglien, als Fibula, Haken, Ringe, Griffe, Anhängsel,
ein chirurgisches Instrument zum Salbcnschmieren, Schlüs-
sel, ein Ring mit halbmondförmigem Schilde, worin
einige stcrcotypische Buchstaben zum Eindrücken in weiche
Massen, desgleichen ein oblonges ähnliches Sigill mit
den Buchstaben T. R. O. zu gleichem Zwecke,
sämmtlich dem König!. Museum verehrt durch den Major
im Königl. Gcncralstabe Herrn von Staff in Erfurth und
von ihm selbst während des letzten östreichisch-neapolitanischen
Feldzuges in Untcritalien gesammelt. Von Ebendemselben
5) für die zehnte Klasse der alten Münzen:

Mehrere Münzen von Eroßgriechcnland (unter ihnen
ein schwerer altitalischer Triens mit seltnere» Typen,)
slzilianische und römische Familien - und Kaiser-Münzen,
i» allen Metallen.

Zn Hinsicht auf die in der geschichtlichen Uebersicht der
Vermehrungen und Verminderungen der Königl. Sammlungen
gegebenen Nachricht von dem an den Medaillen unter König
Friedr. Wilh. I. begangenem Raube, bemerke ich, zufolge der
mir erst jetzt zu Händen gekommenen „Aktenmäßigen
Relation von den beiden Schloßdieben zu Ber-
lin, Valentin Runken und Daniel Stieffcn,
u. s. w. Berl. 1720.4.," daß der Raub mehrere goldene
Medaillen betraf. Von dem damaligen Aufseher des Kabinets

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