Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 2.1822

Seite: j
DOI Seite: 10.11588/diglit.9752#0440
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Li-Slicke Blumen empor ; dir lachen die Flächen des Meeres,
Und cs zerfließet in Glanz vor dir der beruhigte Himmel.

Denn sobald sich die Frühlingsgestalt des Tages enthüllt hat.
Und entfesselt der zeugende Hauch des Favonius auflebt,
Künden die Vögel der Luft dich zuerst an, (Göttin, und deinen
Eintritt; deine Gewalt' durchschüttert ihnen die Herzen.

Rüstige Hcerden springen alsdann durch fröhliche Matten,
Setzen durch reißende Ströme: so mächtig fesselt die Anmuth,
Und dein zaubrischer Reiz die Natur der Lebenden aller,

Daß mit Begier dir jegliches folgt, wohin du es anlockst.

Und so erregst du im Meer, auf Bergen, in reißenden Flüssen,
Unter der Vögel belaubctem Haus, auf grünenden Auen,

Allen tief in der Brust die schmeichelnde Liebe, wodurch sie
Sich fortpflanzen mit brünstiger Lust in Art und Geschlechtern.
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