Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 3.1825

Seite: VIII
DOI Seite: 10.11588/diglit.9753#0010
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VHT

Vorbericht.

recueil de quelques medailles Grecques ine'dites
p. 21. s.) Da nun jene Münzen mit Samischen Emble-
men die Aufschrift MÄ22ENI0N führen, so scheint Mil-
lingens Vermuthung annehmlich, daß sich Messenier und
Samier gemeinschaftlich in den Besitz von Zankle gesetzt, und
diese Stadt zusammen beherrscht haben. Hieraus ergiebt
sich folgende historische Anwendung der Münzen von Mes-
sung: i) Münzen von Zankle mit dem Embleme des Del-
phins und der Sichel, als sprechender Typus. 2) Mün-
zen mit ME2IENION und den Emblemen der Samischen
' Eroberer. 01. LXX. 4* 3) Münzen mit derselben In-

schrift, dem Embleme des Hasen und eines mit Maulthie-
ren bespannten Wagens, nach der Vertreibung der Samier
durch Anaxilaos, welcher den neuen Namen der Stadt be-
stätigte, zwischen 01. LXXI. 5. unfcLXXVI. 1. 4) Mün-

zen der Mamertiner. Die Vermuthung, daß der Name
Zankle schon um 01. XXVIII. 2. aümalig in den von Mes-
sana übergegangcn (s. Manso's Sparta I. 290.), möchte
sich demnach kaum bestätigen. Uebrigens findet sich die
Sichel, auch mit dem sehr deutlich angefügten Ringe auch
auf einer Münze von Arpi in Sicilien (s. Millingen Re-
cueil T. I. 10.) mit Anspielung auf den Namen der Stadt,
(gleichsam von ägiry abgeleitet.) Daß aber auf den Mün-
zen von Gyaros (s. das. Tab. III. 13.) dasselbe Symbol
auch eine Beziehung auf den Namen des Orts habe, indem
man bei yvagog an yvakov dachte, und dieses Wort
durch das gekrümmte Werkzeug habe andeuten wollen,
wie uns Millingen S. 59. bereden möchte, werden wir
vielleicht auch dann noch nicht glauben, wenn uns das Ad-
jektivum yvakog aus sichrer» Quellen als bisher, nachge-
wiesen, und die ihm freiwillig geliehene Bedeutung besser
begründet würde. (S. Heyne ad Iliad. V. 99. T. V.

p. 19. s)-Da der Behauptung eines Aegyptischen

Ursprungs der Griechischen Kunst die Erwähnung ausgeführr
ter Kunstwerke in den Homerischen Gedichten entgegen gehal-
ten werden kann (wie dieses in Fr. Thiersch Vorlesung
über die Epochen der bildenden Kunst unter den Griechen I.
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