Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 3.1825

Seite: XIII
DOI Seite: 10.11588/diglit.9753#0015
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Vorbericht. xm

auch dvacrrs^JEt areCpavoiffi nicht dulden will. Sagt
aber nicht Euripides selbst Erechth. Fr. VI. (Stobäei
Flor. LIII, p. 567. vergl. Valcken. Diatr. p. 170. B.)
a&fyoifu 5e, areCpavoig xdpcc irohov crreCpavajcrag'?“

Hofrath Jakobs hat der von mir Ln einem Zusah
ausgeführten Hypothese über die ursprüngliche Bedeu-
tung des Neptunischen Dreizacks und seinen Zusam-
menhang mit den Kanalgrabenden und Brunneneröff-
nenden Phöniziern in so fern Gerechtigkeit widerfahren
lassen, daß er die Hauptpunkte derselben genau angiebt
und sie in ihrem innern Zusammenhang darstellt. Weit
weniger, wie es scheint, vermochte stch mein hochge-
ehrter Freund, Professor Ottfried Müller in
Göttingen, dem ich für so manchen interessanten Bei-
trag auch in diesem dritten Theil der Amalthea im
Namen aller Alterthumsfreunde meinen Dank ab-
statte, mit dieser Ansicht zu befreunden. *) Doch er-
klärt er auch selbst, daß er darin vielleicht nicht
mehr ganz vorurtheilöfrei sei. Es war vorauszusehen,
daß einem Forscher, der allen Einfluß phönizischer
Einwanderung und Eolonisation auf den Inseln und
an den Küstenländern möglichst zu entfernen sucht,
meine Erklärung der Poseidonsfabel durch den Drei-
zack nicht gnügen konnte. Wie konnte dieß anders
seyn, da er ja auch den wichtigsten Punkt in den
Beweisen für phönizischen Cultus und Göttersagen,
die Stiftung der kabirischen Schiffer - Mysterien Ln
der hellenischen Vorwelt auf Samothrace fast ganz
allein seinen aus Böotien ausgehenden tyrrhenischen
Pelasgern auch noch Ln seinen neuesten Prolegomenen

°) Gotting. Gel. Anzeigen von 1323. n. 24.
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