Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 3.1825

Seite: XXIV
DOI Seite: 10.11588/diglit.9753#0026
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Vorbericht.

führen und darüber unzufrieden seyn können, daß eine
der Vorlesung über die architektonischen Vereine der
Vorwelt beiliegende Zeichnung von 8 technischen Con-
flructionen derselben, bei meiner eintretenden Krank-
heit zurückgelegt, nicht mit in Kupfer gestochen worden
ist. Indeß bin ich aus späterer brieflicher Aeußerung
desselben berechtigt zu glauben, daß er gesonnen sei,
diese Vorlesungen zu einem größer« Werke aufs neue zu
überarbeiten, und daß dieß vielleicht jetzt, indem ich dieß
schreibe, schon seiner Vollendung entgegenreife. Wer
wollte ihm nicht mit Verlangen entgegensehn, da, was
in den hier abgedruckten Mittheilungen vorgetragen wird,
ein Helles Licht über die Würde der ältesten Baukunst
verbreiten, aber auch jener kaukasischen dlrcolonie, einer
Lieblingshypothese des Verfassers, die nicht ohne man-
nichfaltige Anfechtung geblieben ist, eine sichere Straße
für ihre mannichfaltigen Wanderungen vorzeichnen muß.
Mag es nun auch mit den hephästischen Kabiren, die
neuerlich in Welcker's Aeschylischer Trilogie
einen sehr gelehrten Sachwalter gefunden haben, und
mit den tyrsenischen Pelasgern, deren vielfachen Ein-
fluß der gelehrte Forscher in dem griechischen Anstedlungs-
und Colonienwesen, Raoul Rochette, nun auch in sei-
nen Anmerkungen und Excursen zu den ersten zwei Thei-
len des ins Französische übersetzten Werkes von Micali
Tltalia avanti il dominio de’ Piomani mit fast zu weit
gehender Heftigkeit *) gegen den verdienstvollen Micali

*) Dieß scheint selbst der sonst günstige Beurtheiler der Zu-
sätze von Raoul Rochette, Daunou, in seiner lichtvollen Anzeige
dieses französischen Micali im Decemberstück des Iournal des Savans
von 1324 gefühlt zu haben.
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