Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 3.1825

Seite: XXXI
DOI Seite: 10.11588/diglit.9753#0033
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V o r b e r i ch t. xxxi

durch volle Bestätigung. Mit brennendem Eifer arbei-
tet Sillig jetzt an einem vollständigen Cata1ogu3 artifi-
cum, der für den jetzigen Standpunct der Archäologie
und die gesteigerte Forschung und Kritik der neuesten
Zeit das feyn soll, was derJuniusslsche nicht einmal ganz
für seine Zeitgenossen feyn konnte. Natürlich werden
ihm dabei seine Collationen der Pariser Handschriften
sehr zu Statten kommen, und so wird dieser Katalog
selbst nur als eine Vorarbeit zu einer vollständigen Aus-
gabe der Kunstbücher des Plinius anzusehen seyn.
Möchte ihm nur für seinen Plinius aus Italien noch
eine tüchtige Unterstützung zu Theil werden können.

Es war gleich Anfangs mein Plan gewesen, jedem
Theil der Amalthea im letzten Abschnitt briefliche Mit-
theilungen über den Zustand der archäologischen For-
schungen und Museen im Jnlande und Auslande mit
auf den Weg zu geben. Dieß ist nun, freilich noch immer
nicht so umfassend und planmäßig, als es in der Idee
vor mir lag, ausgeführt worden und ich darf mir wohl
schmeicheln, daß einzelne Mittheilungen und Nachrich-
ten wo nicht neu, doch zur Ueberstcht bequem gefunden
werden dürften. Die bereits viel besprochnen, auch,
durch den wackern Künstler Hitrof abgebildeten Seli-
nuntischen Metopen in den dortigen Ausgrabungen er-
öffnen den Zug. Allerdings hatte schon der urtheils-
fähigste Augenzeuge, der Herr Hofbauintendant von
Klenze darüber in den vielgelesenen Stuttgarter Kunst-
blättern aus Sicilien selbst einen Bericht abgestattet. *)
Allein der Fund ist für einen sonst wenig beachteten

*) S. Kunstblatt von 1324. n. 8. S. 29 f. vergl. dasselbe
Kunstblatt von 1325. n. 45. S. 130.
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