Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 3.1825

Seite: XXXVIII
DOI Seite: 10.11588/diglit.9753#0041
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xxxviii V o r b e r i ch t.

Wle erfreulich muß es allen, die mit deutschem
Patriotismus die reinste Wahrheitsliebe verbinden, zu
vernehmen sein, daß es dem rastlos thätigen Fortseher
und Vollender der Spohnschen Forschungen gelingen
wird, durch unmittelbare Unterstützung des Königs von
Sachsen Majestät eine Reise nach Turin zu unternehmen
und an den Drovettischen Schätzen, über welche uns
Champollion's und Raoul Rochette's nicht
überall einstimmende Berichte noch so manchen Zweifel
übrig lassen mußten, die Richtigkeit seiner Entzifferung
zu erproben. Wir dürfen dann mit Grund hoffen, von
Hrn. Seyffarth über den neuesten Zustand des Turiner
Museum und die Vermehrung seiner früher« Schätze,
die D. Schorn in dem am Schluß dieses Bandes
gegebnen museographischen Aufsatz uns so lehrreich be-
schrieb, einen ganz zuverlässigen Bericht für den 4ten
Band der Amalthea, zu welchem schon alle Vorberei-
tung getroffen ist, erhalten zu können, so bald ihm nur
durch die Humanität der dortigen Conservatoren die un-
beschränkte Benutzung des ägyptischen jetzt dort befind-
lichen Papyrusarchivs und der übrigen Alterthümer aus
Drovetti's Sammlung zugestanden seyn wird. Ueber
den Zustand jener Sammlung lauten die Nachrichten
nicht alle sehr erfreulich. Ich will hier nur eine Stelle
aus dem Briefe erwähnen, welchen mir mein Freund,
der große Orientalist Hr. HR. von Hammer, der um
die orientalischen Handschriften dort zu prüfen einige Tage
in Turin verweilte, unter dem 12. Juni aus Mailand

fehlen, die vom Prof. Seyffarth mit der Feder gezeichnete Ergänzun-
gen, die sich durch Leichtigkeit sehr empfehlen, hier nachgebildet mit-
theilen zu können.
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