Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 3.1825

Seite: 59
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Helme vor, wo von Weihgeschenken an Tempel, oder von
anderen Siegszeichen die Rede ist. Die Persischen Schil-
der am Parthenon angebracht, die ein und zwanzig vergol-
deten Schilder von Mummius, nach Korinths Zerstörung,
am Zeustempel in Olympia aufgehängt, sind Jedermann be-
kannte Dinge; Alexander der Große hatte im Asklepivstem-
pel zu Gortys, einen Panzer und einen Wurfspieß, wahr-
scheinlich als Dank für Errettung, geweihet. * *) Nach
dem herrlichen Sieg des Timoleons über die Karthager, am
Krimerosfluß in Sicilien, hatte dieser edle Feldherr ein-
tausend besonders schöne Harnische, und zehntausend Schil-
der als Siegeszeichen, vor seinem Zelte aufstellen lassen, **)
u. s. w. —

Und somit hatte ich Ihren so freundschaftlich geäußerten
Wunsch, meine jetzige Meinung über diesen Gegenstand zu
erfahren, durch obenstehende Zeilen einigermaaßen erfüllt.
Ich finde mich aber durch die beiden Aufsätze, im Kunst-
blatt i82i. No.26., und im zweiten Bande der Amalthea,
pag. 231. veranlaßt, noch Einiges hinzuzufügen.

Ueber die völlig richtige Behauptung, daß die Worte
der dritten Zeile TOIAITVRAN nichts zu thun haben,
weder mit der griechisch-italischen Stadt Thurii, noch mit
dem großen Weihgefchenk des Hierons, welches Onatas ver-
fertigte, (Pausan. L. VI. cap. XII. §. 1. und L. VIII.
cap. XLII. §. 4.) verliere ich kein Wort mehr, es wäre
denn, daß ich selbst dazu beitragen sollte, meine eigene frü-
her geäußerte Meinung über diese Worte noch gründlicher
zu zerstören. Ein solches, von den Referenten der Meinun-

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ßap ß dpcov rcbv tt/V Äsiav naT o in o v V 7 00 V.“

*) Pausan. L. VIII.» cap. 2Z. §. 1.

**) Plutarch. in Vita Timoleon. ed. Paris, pag 25p. c. d.
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