Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 3.1825

Seite: 202
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gen zufolge der Kopf an demselben das Beste und drückt
den Charakter des Helden wohl aus; die Beine haben
hingegen keine eleganten Formen. Beide Arme sind mo-
derne Ergänzungen, wovon der Text zwar nichts meldet,
allein der Kupferstich deutet wenigstens die Fugen an.

Taf. CIX. Von einer wahrscheinlich der vorigen ähn-
lichen, jedoch beträchtlich größern, Herkules-Statue aus
Marmor, das Stück vom Sockel, wo die Keule des Helden
sonst geruhet; Haut und Kopf des erymanthischen Schweins
sind über die Erhöhung gebreitet. Die Arbeit an die-
sem Bruchstück hat Verdienste und läßt den Verlust der
dazu gehörigen Statue bedauern.

Taf. CX. und Taf. CX1. Zwei kleine Bronzefiguren,
den Herkules darstellend, beide in der Stellung der großen
sarnesischen Statue ähnlich. Die, Taf. CX. abgebildete,
erhält das Lob einer verdienstlichen Arbeit, die andere,
Taf. CXI. ist weniger empfehlenswerth.

Taf. CXII. Eine etwas größere Bronze als die bei-
den vorigen, den Herkules unbärtig, doch mit der Löwen-
haut bedeckt darstellend; in der einen Hand hält der Held
ein Trinkhorn, in der andern einen von den goldenen
Aepfeln aus dem Garten der Hesperiden.

Taf. CXIII. und Taf. CXIV. Zwei kleine bronzene Fi-
guren des Herkules, in Stellung und Nebenwerken nur
wenig von einander unterschieden: sie stehen, die Löwen-
haut fließt von der Schulter, in der Linken an die Hüfte
gelegten Hand halten sie die Keule und strecken die Rechte
aus, als ob der Held eine versammelte Menge anreden wollte.

Taf. CXV. Kleine bronzene Statue des Herkules,
ohne Bart, doch mit bekränztem Haupt, mit Löwenhaut
und Keule; ehemals war das Monument vergoldet. Zn
der Erklärung wird nach Anleitung zweier Münzen des
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