Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Amalthea oder Museum der Kunstmythologie und bildlichen Alterthumskunde — 3.1825

Seite: 224
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zum Behuf der Isisfeier, mit größeren Bildern und Hiero-
glyphen versehen.

Nro. 171. Ein bronzener Helm, in Antinoe gefunden,
mit getriebener Arbeit geziert, zwei Greife und zwei Wölfe
darstellend. Wahrscheinlich aus römischer Zeit.

Nro. 172 — 316. Ein Sistrum, Lampen, Pateren,
Schöpfkellen, Cylinderförmige Gefäße, Nagel, Haken und
andere Werkzeuge, vielleicht zum Balsamiren der Leichname,
oder anderm chirurgischen Gebrauche bestimmt, Pfeilspitzen,
Ringe, Schlüssel, Siegel; zusammengedrückte Zinnflaschen,
Zinnplatten mit eingegrabenen Augen und Bruchstücke der
mannichfaltigsten Art.

C. Denkmäler von Stein.

3. Bildsäulen.

Nro. i. Auf einem Thron sitzende weibliche Figur mit
Löwenkopf, der oben mit dem größten Theil der ehemals runden
Sonnen- oder Mondscheibe geziert ist und mit knapp, fast
unscheinbar, anliegendem Gewände, von dunklem Granit.
Arme und Hände der Figur liegen auf den Oberschenkeln
gerade ausgestreckt, die rechte Hand hält den sogenannten
Nilschlüssel. Die Seitenwande des Thrones unterhalb sind
mit Hieroglyphen bezeichnet, 7 Fuß hoch; aus Theben.

Nro. 2. Stehende Bildsäule einer ähnlichen Figur mit
Löwenkopf und Scheibe und knapp anliegendem Gewände,
vor sich einen mit der linken Hand gefaßten Stab senkrecht
haltend, in der rechten den Nilschlüssel; von dunklem Gra-
nit; 6 Fuß 4 Zoll hoch. Das Werk ist vom höchsten Al-
terthum; der ehemals polirte Stein hat durch die unendlich
lange Einwirkung der Luft seine Glätte verloren und eine
völlig rauhe Oberfläche, Wirkung der Verwitterung, erhal-
ten, wie man sie selten an Monumenten dieser Gattung
wahrnimmt. Das Ganze besteht aus zwei Bruchstücken,
Ober- und Untertheil.
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